Neues Geschäftsmodell: Shitstorm-Versicherungen

Begabte Pianisten lassen ihre Finger versichern, Sänger ihre Stimmen und Fußballer ihre Beine. An dieser Stelle sollten die beachtlichen Summen auch mal erwähnt werden. Denn wer würde denken, dass Lang Lang seine zehn Finger für etwa 30 Millionen Euro versichert hat und Christiano Ronaldos Beine unglaubliche 206 Millionen Euro wert sind? Das stellt selbst Heidi Klum in den Schatten: Ihr rechtes Bein ist nur schlappe 750.000 Euro wert und das Linke sogar nur 630.000 Euro, da der Gutachter dort eine Narbe entdeckt hat. Was hier nicht vergessen werden darf, ist der wohl am teuersten versicherte Hintern der Welt: Jennifer Lopez soll angeblich 21 Millionen Euro bekommen, falls ihrem besten Stück etwas zustößt!

Shitstorm - jetzt auch im Duden!

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Beruhigend ist es auf jeden Fall zu wissen, dass nichts unmöglich ist und man alles versichern kann, was einem lieb ist. Die Stars versichern zu enormen Preisen das, womit sie ihr Geld verdienen. Denn was wäre Christiano Ronaldo mit nur einem Bein? Seine Karriere wäre beendet und Real Madrid müsste sich nach einem neuen Spielemacher umschauen!

Und was ist den Unternehmen lieb? Neben qualitativ hochwertigen Produkten  und zufriedenen Kunden, natürlich ein gutes Image in den Köpfen der Menschen. Branchenstudien zufolge fürchten sich Unternehmen daher sehr vor Reputationsrisiken. Ist der Ruf eines Unternehmens ruiniert, zieht dies Umsatzeinbußen mit sich und demnach rücklaufende Verkaufszahlen. Dies kann das Unternehmen sogar in den Ruin treiben. Die Künstler und Sportler versichern sich also, damit sie im „worst case“ abgesichert sind, falls sie berufsunfähig werden. Diese Angst teilen nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen. Sie wollen gegen Imageschäden, die durch Shitstorms ausgelöst werden, versichert sein. Gerade in der heutigen digitalen Welt mit Facebook, Twitter & Co. werden Nachrichten in Sekundenschnelle geteilt und an ein großes Publikum verbreitet. Der Ruf eines Unternehmens kann so schnell nachhaltig geschädigt werden. (mehr …)