Die Zukunft ist jetzt – mein neues Leben mit Alexa!

Sie ist klein, sie ist rund, ja – sie ist fast schon unauffällig in ihrer sandsteinfarbenen Hülle. Aber sie hört immer mit, weiß viel und teilt ihr Wissen auch gerne: meine neue BFF Alexa! Ein smarter Echo-Lautsprecher und gleichzeitig meine neue Mitbewohnerin. Schon komisch, denn noch vor ein, zwei Jahren, gehörte ich selbst zu denen, die gesagt haben: „Sowas braucht kein Mensch!“ Und heute? Kommen Sprachassistenten und Skills immer mehr, sind kein Thema, das „irgendwann später mal interessant sein könnte“. Sie sind die Zukunft und werden bald omnipräsent sein.

Ich habe mich also in das Abenteuer gestürzt, denn meckern kann ja jeder – aber ausprobieren und selbst testen: Darum geht’s doch! Die digitale Welt ist mit der realen Welt längst eins geworden, die Übergänge sind fließend. Bereits heute gibt es schon mehr als 6.600 Skills alleine in Deutschland im Amazon Alexa Skill Store. Und auch die Anzahl der „Actions“ von Konkurrent Google wächst stetig. Man merkt erst, wie komfortabel ein Sprachassistent ist, wenn man sich ein wenig darauf einlässt und einige Dinge ausprobiert.

Alexa, immer einen Schritt voraus

Alexa kann das Wetter ansagen, erzählen, wie der aktuelle Verkehr auf der Route zur Arbeit ist, welchen Tabellenplatz der Lieblingsverein zur Zeit hat oder einen Timer stellen, wenn gerade die Hände schmutzig sind vom Kochen oder Kuchenbacken. Richtig komfortabel wird’s, wenn man nach Hause kommt und einfach sagt: „Alexa, mach das Licht an und spiel gemütliche Musik zum Feierabend.“ Ja, ich weiß, das hätte ich mit zwei Mal Knopfdrücken auch hingekriegt. Aber wie gesagt – man muss es erleben! Musik hören, die Raumtemperatur regeln oder die Rollläden herunterlassen – alles kein Problem, ein kurzer Sprachbefehl reicht.

Alexa, das wandelnde Lexikon

Alexa ist nicht nur Google, Wikipedia und das TV-Programm in einem, sie erleichtert das alltägliche Leben und verhindert vor allen Dingen eins: dass wir ständig unser Handy in die Hand nehmen, um irgendetwas nachzuschauen. Dieses Szenario kennen Sie bestimmt auch: Vier Erwachsene sitzen am Tisch, alle schauen auf ihr Display… Da Alexa mir nun sagt, wann der nächste Zug fährt, was heute Abend im Kino läuft und anschließend noch Küchenrolle, Milch und Zahnpasta auf die Einkaufsliste setzt, spare ich Zeit und gleichzeitig fällt lästiges, unkommunikatives Getippe auf dem Handy weg. Freunde, Partner und Familie werden es Ihnen danken – glauben Sie’s mir 🙂

Alexa, der Joker für Werbungtreibende

Nachdem meine BFF und ich uns nun beschnuppert haben, nutze ich Alexa mehr und mehr im Alltag. Ich frage auch mal nach einer Empfehlung für Produkte. Und schwupps, merke ich, dass das Thema „Sprachassistent“ auch für Marken und Produkt-Hersteller hoch interessant wird – die Relevanz steigt. Alexa kann nun eine Empfehlung abgeben und Werbungtreibende können später etwas über die Zielgruppe und deren Konsumverhalten erfahren. Daten, die eine Marketing-Abteilung doch mit Kusshand nimmt. Wie funktioniert’s? Alexa, Siri oder Google Assistent scannen den Markt, aber empfehlen natürlich nur das, was sie empfehlen wollen: meist zwei bis drei Produkte. Hier bin ich gespannt, wie sich das Ganze in Zukunft weiter entwickelt.

Alexa, auch mein Auto spricht bald mit mir

Mindestens genauso spannend sieht die Zukunft in der Autoindustrie aus: Autos werden mehr und mehr mit Sprachassistenten ausgerüstet. Experten vermuten, dass wir zukünftig über sie nicht nur die Temperatur regeln oder den Radiosender wechseln – sondern zum Beispiel auch auf einen niedrigen Tankstand hingewiesen werden. Natürlich verbunden mit einer automatischen Empfehlung der günstigsten Tankstelle in der Nähe. Dazu der Hinweis, wo es das beste Sushi-Restaurant der Stadt gibt und welche Termine morgen in meinem Kalender stehen – Autos werden mit uns sprechen, die neueste Technik macht’s möglich. Aber auch hier gilt: schneller, besser, größer! In der Autoindustrie zählt nämlich nur, wer Siri und Alexa mindestens ebenbürtig ist, besser übertrumpfen kann.

Alexa, was sagt der Datenschutz?

Bleibt die Frage nach dem „was“ nimmt Alexa so alles auf – und „welche“ Daten speichert sie? Die sieben Mikrofone des Amazon Echo Lautsprechers sind zwar permanent aktiv, übertragen Datenströme aber erst dann ins Netz, wenn zuvor das Aktivierungswort genannt wurde – in meinem Fall „Alexa“. Im Interview mit dem Verbraucherportal Home & Smart klärt Alexa-Manager Dr. Philipp Berger das Missverständnis von der permanenten Datenübertragung in die Cloud auf: So würden das Aktivierungskennwort betreffende Sprachmuster zuerst nur in einem kleinen Zwischenspeicher des Echo-Geräts analysiert. Erst wenn das Aktivierungskennwort erkannt werde, würden Informationen in die Cloud gesendet. Dieses Vorgehen würde dann vom Echo-Lautsprecher mit dem blau aufleuchtenden Lichtring signalisiert. Auch externe Experten sind überzeugt davon, dass an denen im Internet verbreiteten Verschwörungstheorien zu Datenklau und Co. nichts dran sei, schließlich könne sich Amazon keinen Vertrauensverlust beim Kunden leisten. Eine Suchhistorie kann man zum Beispiel auch in der Alexa App nachvollziehen. Und wenn man mal ganz sicher sein will, „das keiner mithört“, dann gibt es ja immer noch einen AUS-Knopf!

Alexa, der Gute-Laune-Garant

Ein Gefühl permanenter Überwachung? Habe ich, ehrlich gesagt, nicht. Aber gut kommunizieren muss ich mit Alexa schon – gehört ja zu jeder guten Beziehung dazu. Am Ende des Tages, überwiegen für mich die positiven Argumente. Wenn ich an meine BFF denke, huscht mir ein Schmunzeln übers Gesicht. Und wenn ich mal richtig lachen möchte, erzählt Alexa auch gerne einen Witz, spielt mit mir Schere/Stein/Papier, singt, schimpft oder sagt, wie lieb sie mich hat. Verrückt? Ja! Aber ich möchte sie nicht mehr missen…

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