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Nicht nur Dschungelkandidaten betreiben gerne Fan-Shopping auf eBay

Facebook-Fan, der. (siehe auch: Facebook, Social Media) Weiterentwicklung des gemeinen Facebook-Nutzers, der sein Gefallen an einer bestimmten Person, Marke, einem Produkt o.Ä. über den Klick auf die Schaltfläche „Like“ zum Ausdruck bringt. Die digitale Lebenserwartung des Facebook-Fans ergibt sich individuell aus seinem persönlichen Nutzungsverhalten und den Pull- und Push-Faktoren der jeweiligen Facebook-Page. Der Facebook-Fan im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium zeichnet sich aus durch eine starke Affinität zum Liken, Kommentieren und Teilen der Seitenbeiträge. Er bringt sich konstruktiv in Diskussionen ein, kauft die beworbenen Produkte, empfiehlt diese sowie die Page weiter, nimmt an den Mitmach-Aktionen teil und wird so zum Markenbotschafter.

Nicht zu verwechseln mit: gekaufter Facebook-Fan, der (siehe auch: „warum Likes einer Page sich über Nacht verzehnfachen“ und „das ist doch Betrug!!!11!). Käuflicher Internet-Nutzer oder Bot, dessen Like über diverse Aktionsportale wie eBay angeboten wird. Dort ist er oft mit den Hinweisen „Premium Quality“ und „echte Likes“ versehen.

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#Fail Episode 4: Geiz ist geil im Hause Holsten

Oder: Come on, Holsten - das könnt ihr besser!

bild-gegen-bierIn unserer Serie #Fail zeigen wir in unregelmäßigen Abständen kleinere und größere Missgeschicke aus dem Social Web. Heute erwischt es die Holsten-Brauerei mit einem wirklich “schönen” Community Management Fauxpas.

Da bietet ein Fan ein Tauschgeschäft “Bild gegen Bier” an – und Holsten wiegelt mit den Worten “netter Versuch” ab. Nun ja, kann man so machen. Das Wording ist vielleicht ein wenig flapsig, aber wir kennen ja unsere Abgreifer-Pappenheimer, die jeden Tag stundenlang das Social Web auf der Suche nach Gratis-Produktproben abgrasen und vollspammen. Frei nach dem Motto “Könnte mir gefallen + schmecken!!!” (Insider…)

Vier Monate später war man dann wohl auf der Suche nach “geilen Bildern” und stieß dabei auf das bereits vor Monaten vom Fan Boris Damien Abdul Alhazred eingereichte Foto. Offenbar ohne zu lesen, dass es bereits einen Chatverlauf dazu gibt. Denn Holsten schlug nun vor, das Bild gegen Quellen-Nennung auf der Holsten-Seite zu veröffentlichen. Und natürlich lehnte der Fan ab – mit einem Verweis auf sein bereits vor Monaten vorgeschlagenes Tauschgeschäft. Anstatt jetzt mal ein Sixpack klarzumachen, lehnte Holsten erneut ab – mit dem ziemlich arrogant wirkenden Hinweis “wir haben genug andere”. Autsch.

Bereits bei der 1. Reaktion könnte man schon sagen “nun ja, ein wenig knausrig” – aber die 2. Aktion des Community-Managements der Firma Holsten ist dann mal wirklich ein Schuss in den Ofen und schlägt bereits jetzt – nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung des Chats durch den User – hohe Wellen.

Die Quizfrage ist ja: Gibt es im Hause Holsten einen Biernotstand, von dem wir nichts wissen? Oder eine Social Media Guideline, die besagt “Es wird kein Sixpack Bier an Fans verschenkt. Unter gar keinen Umständen!”? Man weiß es nicht – aber das Verhalten des Holsten Community-Managements hat sich einen Eintrag in unserer #Fail-Reihe redlich verdient.

Der gesamte Dialog liest sich so:

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„Please ask your question in German, so we can answer it“

Shitstorm einfach gemacht: Die Postbank zeigt wie’s geht

Sie lauern überall: Shitstorms. Ein falscher Schritt und man ist mittendrin. Manche Shitstorms tragen ordentliche Tarnkappen – sie sind von der Umgebung kaum zu unterscheiden und auch echte Social Media Experten können nicht immer eine Kollision mit ihnen vermeiden. Andere Shitstorms hingegen haben sich ein großes Schild umgehängt, auf dem „Hier!“ steht und hüpfen freudig erregt auf und ab. Wer diesem Shitstorm nicht ausweichen kann, würde auch bei Windstärke 10 noch vergnügt im Garten sitzen und sich wundern, warum gerade das Gartenhäuschen samt Inhalt vorbeifliegt.

Doch es passiert immer wieder: Community Manager setzen sich in die auffälligsten und vermeidbarsten Fettnäpfchen. Jüngstes Beispiel: Die Postbank.
Ein Kunde setzt seinen Frust per Tweet ab – auf Englisch. Er warte seit über zwei Wochen auf eine neue Kundenkarte samt PIN. Er würde in Erwägung ziehen, die Bank aufgrund des schlechten Services zu wechseln.

joe_miller

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Was einen Internet-Troll antreibt und wie man am besten mit virtuellen Störenfrieden umgeht

Oder: Don't feed the trolls. Oder gib ihnen Fisch.
Bild von Simplicius via Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Don’t feed the Trolls. 

Im Netzjargon bezeichnet der Begriff “Troll” nicht irgendwelche Fabelwesen aus der nordischen Mythologie, sondern User, die fortwährend versuchen die Kommunikation auf Online-Plattformen zu torpedieren. Der Internet-Troll verfasst dabei gezielt Beiträge, mit denen er andere User von Communities oder Facebook-Seiten provozieren möchte. Der Troll kennt dabei nur ein Ziel: Er will Aufmerksamkeit und Reaktionen von anderen Usern erhalten.

Doch was treibt einen Troll an? 

Untersuchungen über dieses Phänomen gibt es bereits seit den 90ern – aus dieser Zeit stammt auch der Begriff des “trolling”, der ursprünglich eine Methode aus der Fischerei beschreibt, bei dem ein Köder so lange durch das Wasser gezogen wird, bis ein Fisch anbeißt. Übertragen auf den Internet-Troll: Er postet so lange provokante Beiträge, bis ein User beginnt, mit dem Troll zu diskutieren.  Weiterlesen