Take it and go! Einkaufen ganz ohne Kassen

Erste Testfiliale in Europa eröffnet - sieht so das Shopping der Zukunft aus?

Was haben ein Supermarkt im amerikanischen Seattle und ein Elektronikmarkt im österreichischen Innsbruck gemeinsam? Wahrscheinlich nicht viel, würde man auf den ersten Blick sagen. Andere Sprache, andere Artikel und ein komplett anderes Kauferlebnis. Wenn man aber genau hinschaut, findet man die Gemeinsamkeit schnell: Es gibt keine Kassen! Gar keine. Denn diese beiden Läden sind eine Innovation, eine Neuheit. Vielleicht die Zukunft? Shopping 2.0 – die Technik macht’s möglich! „Take what you want and go!” Die Vorreiter-Rolle hat der Supermarkt von „Amazon Go“ in Seattle und ein Elektronikmarkt in Innsbruck zieht gerade nach. Testphase nennt man es. Ist dieses Modell also auch in Deutschland vorstellbar? Weiterlesen

No Name-Suppen und Einhornduschgel: Der Aufstieg der Eigenmarken

Wie sich Handelsmarken einen Platz an der Sonne verdienen

Handelsmarken versprechen gute Margen für die Anbieter. Vor allem Lebensmittelhändler und Drogeriemärkte nutzen sie, da sie oft günstiger als Markenartikel angeboten werden können, die Kundenbindung fördern und die Sortimentsvielfalt erhöhen. Aber auch Onlinehändler, Shoppingplattformen, Baumärkte oder Elektronikketten sind auf den Trend aufgesprungen und bieten mittlerweile Eigenmarken an. Ziel ist es nicht mehr, einfach nur preiswerte Produkte anzubieten. Es geht vielmehr darum, mit eigenen Marken das Angebot aktiv und abwechslungsreich zu gestalten, um die Wünsche der Zielgruppe zu erfüllen. In Deutschland lag der Anteil der Eigenmarken im Einzelhandel im vergangenen Jahr bei fast 40 Prozent. Weiterlesen

Von Schoko-Pizza-Hype bis Alsterwasser-Skandal

Neuprodukte als clevere PR-Tools

Es ist keine neue Erkenntnis, dass Themen, die überraschen und/oder polarisieren (im Idealfall beides), die meiste Aufmerksamkeit bekommen und hohe Reichweiten erzielen – also genau das, was sich Werbeschaffende für ihre Marke wünschen. In den Medien ist diese Praxis vor allem bei Boulevardblättern gang und gäbe. Inzwischen haben auch Unternehmen und Agenturen das Phänomen für sich entdeckt und kreieren gemeinsam kreative, verrückte oder auch skandalöse Neuprodukte, die vor allem dem PR-Zweck dienen. Weiterlesen

Best-Practice-Beispiel: Social Media Kampagne von “Avocados from Mexico”

Wenn eine Microsite zu 19 Apps wird

Kaum ist der Super Bowl 2017 abgepfiffen und die 1,3 Millionen Chicken Wings sowie 4000 Tonnen Popcorn verdaut, da werden bereits erwartungsgemäß die ersten Auswertungen zu den Werbespots veröffentlicht. Verständlich, wenn neben den Einschaltquoten die Werbung ein weiterer wichtiger Aspekt des Big Games ist. Verständlich auch, wenn für einen 30-sekündigen Spot bis zu fünf Millionen US-Dollar fällig werden.

Der heutige Blog-Beitrag widmet sich jedoch keiner weiteren Analyse – vielmehr möchten wir eine Microsite vorstellen, die aus unserer Sicht ein Best-Practice-Beispiel ist und mit vielen guten Ideen triumphiert: „Avocados from Mexico“ Weiterlesen

Die Bio-Gurken (-Problematik) in der Unternehmenskommunikation

Öko(un)logisch – warum es Unternehmen gibt, die lieber auf eine EU-Zertifizierung verzichten

Die Welt des Essens und Trinkens ist stetig in Bewegung. Zum einen werden Leckereien in Form von #Foodporn durch Social Media und Co. in Szene gesetzt, zum anderen wollen die Menschen wieder zurück zum Ursprung. Bio-Produkte, saisonales Obst und Gemüse, Essen aus der Region – die Verbraucher, allen voran die urbanen Trendsetter, wollen wieder zurück zu Produkten aus der Heimat und das nach Möglichkeit organic – also in Bio-Qualität.

Plastik satt: Bio-Gurken bei Rewe und anderen müssen EU-Richtlinien entsprechen

Plastik satt: Bio-Gurken bei Rewe und anderen müssen EU-Richtlinien entsprechen.

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Coca Cola: Das gesunde Image eines ungesunden Produkts

Oder: Wer Cola trinkt, bewegt sich mehr!

Jeder kennt sie. Die rot-weiße Dose mit dem unverwechselbaren Kult-Charakter. Coca Cola ist das Erfrischungs-Getränk Nummer 1. Nur in drei Ländern gibt es keine Coca-Cola: Nordkorea, Birma und Kuba. Weltweit werden 1,8 Milliarden Gläser täglich produziert. Oft kopiert, nie erreicht. Woran liegt der Erfolg der Marke? An der streng geheimen Rezeptur? Die vor 125 Jahren von einem Apotheker erfundene Mixtur wird wie ein Schatz in einem Tresor gehütet und bisher ist es nach Aussage des Milliardenkonzerns keinem Wettbewerber gelungen, das Geheimnis zu lüften.

Slogan Mach dir Freude auf von Coca Cola

Slogan “Mach dir Freude auf” von Coca Cola

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Wie die Stiftung Warentest im “Fall Mineralwasser” Testergebnisse aufbauscht

Oder: Verbraucherverunsicherung statt Verbraucherschutz?

Die Stiftung Warentest genießt bei Verbrauchern hohes Ansehen: 81 Prozent der Deutschen hatten im Juli laut einer Erhebung des PR-Verbandes GPRA sehr großes oder großes Vertrauen in die Stiftung Warentest – mehr als in jede andere Verbraucherschutzorganisation.

GPRA-Vertrauensindex: Stiftung Warentest auf Platz 1

GPRA-Vertrauensindex: Stiftung Warentest auf Platz 1

Allerdings ist die Stiftung Warentest in erster Linie ein Medienunternehmen, das von den Erlösen seiner Hefte und der Website lebt. Umso weniger verwundert es, dass die Warentester gerne mal Probleme schaffen und aufbauschen, die mitunter gar nicht existieren. Denn schlagzeilenträchtige Testurteile erzeugen Aufmerksamkeit und sorgen für die gewünschte Auflage… Weiterlesen

Unternehmenskommunikation: Aldi gibt Verschwiegenheit auf

Drei Indizien für einen neuen Kommunikationsansatz bei Aldi

Logo AldiAldi ist für Journalisten und PR-Berater seit Jahrzehnten ein Mysterium. Die weltweite Nummer 1 der Lebensmittel-Discounter ist ein ökonomischer Riese: mehr als 10.000 Filialen, knapp 50.000 Mitarbeiter, über 50 Milliarden Euro Umsatz. Gleichzeitig ist Aldi bei der Unternehmenskommunikation so verschwiegen, wie kaum ein anderer Konzern: keine Interviews, keine Image-Kampagnen, (fast) keine Geschäftszahlen. Diese Zeiten scheinen nun vorbei. Aldi baut schrittweise die Unternehmenskommunikation aus. Drei Indizien sprechen für einen neuen Kommunikationsansatz beim Discounter. Weiterlesen

Die ganz eigenen Studiendesigns von ÖKO-TEST

Oder: Wenn Verbraucher angeblich 1,4 kg Tiefkühlspinat pro Woche essen

Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST veröffentlichte in der Ausgabe 02/2014 die Ergebnisse seines Tiefkühlblattspinat-Tests. In diesem Test wurden 17 Produkte im Hinblick auf ihre Schadstoffbelastung mit Nitrat, Cadmium und Perchlorat überprüft. Das Ergebnis: ÖKO-TEST empfiehlt nicht einmal die Hälfte der Produkte. Aber woran liegt das? Sind die Produkte tatsächlich so schlecht wie sie dargestellt werden?

Die Antwort ist einfach: Nein.

Zwar verdienen zwei Produkte zu Recht die Note „ungenügend“, da sie die Schadstoffe Cadmium und Perchlorat in den Mengen enthalten, die den gesetzlichen Grenzwert bzw. den europäischen Referenzwert überschreiten. Andere Produkte hingegen erhielten schlechte Noten oder wurden abgewertet, weil das Verbrauchermagazin dem Test ein Bewertungssystem zugrunde gelegt hat, das ganz eigenen Regeln folgt. Weiterlesen

Das Versagen von Politik und öffentlichen Institutionen im Fall EHEC

Oder: Wenn mangelhafte Krisenkommunikation die Aufklärung einer Epidemie verhindert

Fragt man heute einen Verbraucher, ob er sich noch an EHEC erinnert, bekommt man eine ganze Reihe widersprüchlicher Antworten. War es der Salat, oder doch Gurken aus Spanien – oder irgendwelche Soja-Sprossen? Die Verwirrung rund um die durch den EHEC-Keim ausgelöste HUS-Epidemie von 2011 ist groß. Insgesamt gab es im Verlauf der Epidemie über 4.000 von EHEC ausgelöste Krankheitsfälle. Was viele vielleicht nur am Rande mitbekommen haben: Bis heute ist die tatsächliche Ursache der Krankheitswelle, in deren Folge über 800 Menschen am hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) erkrankten – und über 50 in Folge der Erkrankung starben – unbekannt.

In einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaus-Hygiene heißt es:

“Warum es in Deutschland zu einem der größten EHEC-Ausbrüche und dem HUS-Ausbruch kommen konnte, ist bislang letztlich als ungeklärt zu betrachten.”

Also doch weder Gurken noch Sprossen? Blickt man auf die Krisenkommunikation im Jahre 2011 zurück, fallen ein paar gravierende Fehler auf. Insgesamt wirkt das Verhalten von Politik, Wissenschaft, Bund und Ländern wenig orchestriert und strategisch geplant. Unterschiedliche Warnungen, Expertenmeinungen und die immer wechselnden Ursachen führten dereinst zu einer massiven Verunsicherung der Verbraucher.

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