Klassische PR-Arbeit ist tot! Lang lebe die klassische PR!

Die Top 3 der PR, die nicht vom Aussterben bedroht ist

Auf unserem Blog gibt es überwiegend News aus der digitalen Welt. Denn, zugegeben, in diesem Bereich passieren die wirklich neuen Dinge. Als Agentur dabei am Puls der Zeit zu sein, ist wichtig und spannend. Hier gilt es, eine neue App für die Kommunikation zu testen, da neue Wege mit Influencern zu gehen.

Manche Elemente der Kommunikation rosten nicht.

Manche Elemente der Kommunikation rosten nicht. Bild via Flickr von Chris Garcia (CC BY-ND 2.0).

Es gibt wohl kaum noch eine Agentur, die sich noch als Agentur positioniert, die reine “Pressearbeit” betreibt. Ansonsten „Anschluss verpasst“, würde ich sagen. Aber auch wenn die Branche die klassische PR-Arbeit immer wieder für tot erklärt, im Agenturalltag selbst zählen (angeblich) „klassische Faktoren“ weiterhin zum Erfolgsrezept der Kommunikation. Trotz aller digitalen Entwicklungen sind diese Punkte noch lange nicht vom Aussterben bedroht und teilweise gerade wegen dieser Entwicklung wichtiger denn je.

Zeit für eine Top 3 aus unserem PR-Alltag: Weiterlesen

#Appgefahren: Wishbone – Wünschelrute in der Welt der Vergleiche

Kurzer Hype oder das nächste Ding im App-Universum?
Wishbone_Logo

Compare anything – So lautet das Motto der App “wishbone”

Menschen vergleichen ständig: beim Autokauf, beim Hüftumfang, bei der Partnerwahl, im Job – in jeder Lebenslage. Die Medien „helfen“ dabei. Hochpsychologisch dient das Vergleichen den Menschen wohl auch zur Orientierung in einer komplexen Welt. Ob das immer gesund ist, sei dahingestellt. Dass es Spaß machen kann, wusste schon Mark Zuckerberg bei seiner Entwicklung von Facebook. In der ersten „Campus-Version“ entwickelte der Psychologie- und Informatikstudent die Website facemash.com an der Harvard Universität. Das Aussehen von Studentinnen wurde öffentlich bewertet und gegenübergestellt. Auch wenn Zuckerberg facesmash.com wieder löschen musste (weil die Studentinnen nichts von der sexistischen Aktion wussten und er sich die Fotos illegal besorgt hat). Der Grundstein für Facebook war gelegt. Auch die Dating-App Tinder arbeitet nach diesem Prinzip.

Seit ein paar Monaten gibt es jetzt mit Wishbone – in Deutsch „Wünschelrute“ – DIE App zum Vergleichen von allem, was sich so gegenüberstellen lässt. In den USA ist die App besonders bei Teeny-Mädels schon der Renner. Vier Monate ist das Baby des ehemaligen MySpace-Chefs Mike Jones nun alt und es tummeln sich bereits über drei Millionen Nutzer in der Welt der Wünschelrute. Weiterlesen

Influencer Marketing – Eine Story und 1.000 Arten sie zu erzählen

Direkt in die Lebenswelt der Zielgruppe

Dass die Digital Natives die Sprache der digitalen Welt quasi mit der Muttermilch aufnehmen, hat meine Kollegin Katja Stumpf in ihrem letzten Blogbeitrag erläutert. Doch was heißt das für die Kommunikation mit der Zielgruppe U20?

LeFloid hat vor Kurzem Angela Merkel interviewt. Paola Maria ziert das Cover der “Mädchen”. Die Wok-WM hat ein eigenes YouTuber-Team. Stars aus der Welt der sozialen Medien sind längst auch auf dem Radar der „klassischen Medien“ angekommen. Wir Deutschen sind da zwar noch längst nicht so weit wie beispielsweise die USA, aber auch Unternehmen entdecken die Digital Stars und Sternchen immer mehr für sich und ihre Marken. Das Stichwort lautet “Influencer Marketing”.

Generation YouTube als Zielgruppe?

Generation YouTube als Zielgruppe? (Bildquelle: jonsson via flickr (CC BY SA-2.0))

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Die Zukunft der HR-Kommunikation: Public Relations = Human Relations?

Blogparade #ZukunftHR

Das Fachmedium Human Resources Manager hat am 11. Mai zur Blogparade zum Thema #ZukunftHR aufgerufen. Der dazugehörige Artikel steht unter der förmlich rufenden rhetorischen Frage „Was hat HR mit der verdammten digitalen Transformation zu tun, verdammt noch mal?!“ – Blogger-Meinungen zum Digitalisierungsprozess im Personalmanagement sind gefragt.

Jetzt fragen sich unsere Leser zu Recht: „Schön? Was verdammt noch mal hat diese Blogparade im impact Blog zu suchen?“ Die Antwort: Sehr viel, für einen unserer großen Kunden aus dem Bereich Personaldienstleistung haben wir in unserer täglichen Praxis immer mehr mit der Zukunft der Arbeitswelt und HR zu tun. Digitalisierung und Zukunftstrends stecken dabei in (fast) jedem Detail. Und HR und PR haben hier im Prozess der Digitalisierung besonders viele Schnittstellen und Gemeinsamkeiten bezüglich der Herausforderungen.

Im Digitalisierungsprozess bieten besonders die Kommunikationskanäle Chancen und Herausforderungen. Kommunikation Bild von Sebastien Wiertz via flickr (CC BY SA-2.0)

Im Digitalisierungsprozess bieten besonders die Kommunikationskanäle Chancen und Herausforderungen für HR und PR. (Bild von
Sebastien Wiertz via flickr (CC BY SA-2.0))

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Danke Google! SEO goes Mehrwert – Inhalte sind Trumpf!

Und warum in seltenen Fällen kompliziert besser sein kann

Logo_Google_2013_Official.svgVor einigen Jahren hat man noch viel Zeit damit verbracht Kunden zu erklären, was denn SEO überhaupt ist und warum Suchmaschinenoptimierung so wichtig ist. Das ist heute meist nicht mehr nötig, dafür gibt es andere Herausforderungen im Bezug auf den Google PageRank: Zum Beispiel die Frage „Wie viel SEO ist gut für einen Text oder eine Website? Was hat sich verändert?“
Dazu muss man die Entwicklungen der Suchmaschinenoptimierung mal kurz umreißen.

Zu Beginn bestand SEO hauptsächlich aus zwei Teildisziplinen:
– Onpage-Optimierungen, also alle inhaltsseitigen Anpassungen der eigenen Internetseite und
– Offpage, was hauptsächlich Linkbuilding mit anderen Seiten beschreibt.

Das ist heute auch noch so, aber in ganz anderer Ausprägung.
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Das Erfolgspaket in der Kommunikation: Originelle Idee und aufmerksamkeitsstarke Verbreitung

"Rechts gegen Rechts" als Best Practice Case

In Zeiten, in denen der Medienrezipient auf allen Seiten mit News berieselt wird, ist es auch für gemeinnützige Vereine, soziale Verbände und Non-Profit-Organisationen immer schwieriger geworden, für Aufmerksamkeit zu sorgen. Die aktuelle Aktion “Rechts gegen Rechts” zeigt, wie man es trotzdem schafft:

Spendenmarsch "Rechts gegen Rechts" in Wunsiedel.

Spendenmarsch mit Konfetti – “Rechts gegen Rechts” in Wunsiedel.

Die Story bringt den Drive
Demos, die sich gegen Rechtsextreme richten und hierbei Neonazi-Aufmärsche als Anlass nutzen, sind nichts Neues. Wenn auch sicherlich notwendig, um Zeichen dagegen zu setzen, erreichen sie in ihrer klassischen Form nur noch wenig Aufmerksamkeit in den Medien. Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen der Initiative “Rechts gegen Rechts”. Ein neuer Ansatz aufmerksamkeitsstark Zeichen zu setzen, musste gefunden werden. Weiterlesen

impact #Appgefahren: Mit TV SMILES für’s Werbung-Schauen und Interaktion belohnt werden

Brainwashing today: Ein Selbsttest

Jeder kennt das System von Bonus- und Kundenkarten: sammelt man genug Punkte, wird man von Unternehmen als treuer Kunde meist mit einer Prämie belohnt. Die Second-Screen App „TV SMILES“ behauptet von sich selbst weltweit das „erste Bonusprogramm für TV-Werbung“ zu sein. Sie nutzt die Medien-Nutzung auf einem „zweiten Bildschirm“ (second screen), denn immer häufiger wird beim Fernsehen „nebenbei“ mit dem Tablet oder Smartphone gespielt. Auf der Website heißt es: „Die TV SMILES App wurde bereits über eine Million Mal heruntergeladen und zählt mit über 50.000 Fünf-Sterne Bewertungen zu den am meisten bewerteten Apps in Deutschland.“

Auch mit Quiz-Fragen zu Marken lassen sich TV SMILES verdienen.

Auch mit Quiz-Fragen zu Marken lassen sich TV SMILES verdienen.

Die TV SMILES App kann in allen App Stores kostenlos heruntergeladen werden. Das Prinzip ist simpel: Schaut man sich Werbung im TV an, erkennt die App per Audiosignal, welcher Spot gerade geschaut wird. Das Mikrofon des Smartphones identifiziert den Spot und gleicht ihn mit der Datenbank ab. Zappt man in der Werbepause also nicht weg, wird man mit Bonuspunkten, so genannten „TV SMILES“ von der App fürs Dranbleiben belohnt. Gesucht werden allerdings immer nur bestimmte einzelne Spots, also nicht jede Werbepause wirft SMILES ab.

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Nachrichtenfaktoren in der PR

Oder: What’s the news?

Wenn mir eine der vielen Publizistik-Theorien aus der Uni im Kopf geblieben ist, dann ist es wohl die der Nachrichtenauswahl. Bestimmte Merkmale einer Information/Nachricht verleiten den Journalisten dazu, die Nachricht als eine solche in den Fokus zu setzen, so heißt es in den Kommunikationswissenschaften. Umso mehr dieser Merkmale zusammenkommen oder umso stärker sie vorhanden sind, desto eher hat die Nachricht Chancen aufgenommen zu werden. Auch in der Agenturpraxis ist das mehr als nur Theorie.

Jeder PR-Berater kennt wohl die Situation: manchmal ist es eine Herausforderung Kunden davon zu überzeugen, dass nicht allein ein gut gepflegtes Netzwerk zu Journalisten bei der erfolgreichen Medienarbeit hilft. Die Inhalte sind das Entscheidende. Pressemeldungen ohne Relevanz können diese Beziehungen sogar eher gefährden.
Denn am Ende entscheidet der Nachrichtenwert, welche Meldung in den Medien erscheint, in welchem Umfang und in welcher Aufmachung. Weiterlesen

Punktabzug für Shell – Der Kindle-Shitstorm

Kommunikationspanne verärgert Prämiensammler

Sparfüchse und Rabattjäger führen meist ein anstrengendes Konsumleben. Von der DeutschlandCard über BahnBonus-Punkte bis hin zur Paybackkarte – der Geldbeutel ist prall gefüllt mit Treuekarten und Gutscheinen. Was der Kunde bei den vielen Bonusprogrammen spart ist meist minimal und für die wirklich attraktiven Prämien muss oft selbst draufgezahlt werden. Die Gewinner sind in der Regel die Unternehmen, die mit ihren Treueprogrammen Kunden an sich binden und nebenbei im Zuge von Big Data wertvolle Daten über das Kaufverhalten der Punktesammler erhalten.

Ganz einfach Punkte sammeln mit der Shell-Kundenkarte. So stellt es sich der Konzern vor - Bildquelle: Shell

Ganz einfach Punkte sammeln mit der Shell-Kundenkarte. So stellt es sich der Konzern vor – Bildquelle: Shell

So hatte sich das zunächst wohl auch der Energieriese Shell vorgestellt. Bei 999 Punkten auf einer Shell-Kundenkarte sollte es einen eReader von Kindle geben – der Verkaufswert des Gerätes liegt zwischen 100 und 130 Euro. Im Normalfall muss der Shell-Tanker aber lange Benzin zapfen und erst mal selbst viel zahlen, um auf 999 Punkte zu kommen, denn für jeden Liter gibt es einen Punkt. Im Normalfall. Wären da nicht parallel diese Sonderaktionen für Süßigkeiten gewesen: Über einen gewissen Zeitraum gab es für eine Tafel Ritter Sport gleich 100 Treuepunkte, später ähnliche Angebote für Mars, Twix, Snickers oder Bounty. So kostete der Kindle offenbar dank mangelnder Abstimmung den treuen Kunden zeitweise 12-15 Euro. Weiterlesen

Der Tag der Tage – Aktionstage in der PR

und warum der Weltknuddeltag Kommunikationsmaßnahmen beeinflusst

Heute ist Europäischer Datenschutztag. Letzte Woche war Weltknuddeltag und Tag der Jogginghosen und außerdem Welttag der sozialen Kommunikationsmittel. In unserem PR-Alltag ist ständig ein Tag der Tage.

Je nach Kunde sind die einen Tag der Tage wichtiger als andere, je nach Kunde wird der geschaffene Anlass mehr oder weniger stark zur Kommunikation genutzt. Passende Anlässe auch, um auf Facebook & Co Interaktion zu steigern, ins Gespräch mit Fans zu kommen. Ganze Listen werden zu Beginn des Jahres ausgedruckt, Daten markiert und Aktion- und Gedenktage in den Kalender und in Redaktionspläne eingetragen. Dabei sind mehr oder weniger ernst zu nehmende Mottos wie der „Tag des Kusses“ am 6. Juli, aber auch hoch offizielle Themen wie beim „Weltgesundheitstag“ im April Teil des PR-Jahresplans.
Für einen Nicht-PRler ist das Aufstellen solcher Listen mit Sicherheit eine ziemlich befremdliche Tätigkeit. Vielleicht sogar eine zum Belächeln. In der Medienwelt gehören sie allerdings seit langem zum Alltag – sowohl auf Seiten der Redaktionen als auch auf Seiten der PR. Natürlich wird eine kreative Aktion zum Tag der Jogginghosen auch hier nicht bierernst genommen. Zu viele um die Ecke gedachte Aktionstage im Jahresplan können nerven und sind dann natürlich eher kontraproduktiv. Die Motivation ist allen gemeinsam: Kommunikationsmaßnahmen brauchen einen aktuellen Anlass oder einen besonderen Aufhänger, damit sie überhaupt eine Chance haben. Weiterlesen