3. März 2016 Lara Feder

Erbitterten Wettbewerb im Social Web sympathisch inszeniert

Was McDonald's und Burger King im Social Web richtig gemacht haben

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Es bringt nichts, einfach nur mit mehr Filialen vertreten zu sein – genau das muss man auch kommunizieren. Das ist der Grundsatz von PR, und so dachte es sich scheinbar auch die französische Werbe-Agentur, die die Burger-Kette McDonald’s betreut. Es wurde ein meterhohes Straßenschild als Werbefläche aufgestellt, um zu zeigen: McDonald’s erreichen alle Hungrigen und Burger-Lustigen ganz einfach in 5 Kilometern, Burger King dagegen erst in 258 Kilometern – wer denn überhaupt der komplizierten Route folgen kann. Ein Video vom Schildaufbau und Fotos gingen durchs ganze Social Web. Eine clevere und lustige Aktion.

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Video-Link: https://youtu.be/VMjRSnokms8

Gegenangriff vom Konkurrenten

Noch cleverer und lustiger wurde jedoch die Antwort darauf – natürlich ebenfalls im Social Web. Denn der Konkurrent Burger King, bzw. dessen Agentur, war hellwach und schlug übers Wochenende zum Gegenangriff: „Hey, ihr habt vergessen, das Ende des Films zu zeigen.“

Und das Ende sieht folgendermaßen aus: Ein Auto fährt bei McDonald’s vor, der Fahrer bestellt einen Kaffee: „Einen großen, bitte, wir haben noch ein gutes Stück vor uns!“ Genau genommen 253 Kilometer bis zum Whopper! Ein Weg, den Burger-King-Fans doch gerne auf sich nehmen – auch wenn sie bis dahin mit McDonald’s-Kaffee vorliebnehmen müssen.

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Video-Link: https://youtu.be/rLwvaQDSpBc

McDonald’s wieder am Zug

Statt beleidigt oder empört zu reagieren, spielt Burger King den Ball gekonnt zurück und zieht die Leidenschaftskarte seiner Fans. Man kann also gespannt sein, ob und wie McDonald’s kontert.

Der Wettbewerb zwischen den beiden Burgerketten wird damit auf leichte, lustige Weise inszeniert – wer kennt schließlich nicht den Streit unter Freunden: Die einen schwören auf Burger King, die anderen gehen ausschließlich zu McDonald’s. Aber hey, mal ehrlich, das sind Glaubensbekenntnisse. Realistisch betrachtet ist Burger gleich Burger.

Schnell reagieren, nicht eingeschnappt sein und über sich selbst lachen können – das ist in der PR also manchmal Gold wert.

 

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