8. Dezember 2015 Lara Feder

Storytelling – von Hollywood gelernt

Im Storytelling der PR darf keinesfalls das Produkt die Heldenrolle einnehmen, sondern der Konsument, der erst durch das Produkt zum Helden wird

Gutes Storytelling ist die Basis der PR. Doch was ist eine gute Story? Dazu lohnt es sich, dachten die Jungs von Storybrand, mal einen Blick auf besonders erfolgreiche Filme zu werfen: Stars Wars, Tribute von Panem, Bond oder gar Harry Potter – von Hollywood lernt man, dass sich alle guten Stories um einen Helden drehen!

Screenshot aus Film “WHAT IF YOU ARE NOT THE HERO?” [http://storybrand.com/storybrand-paradigm-shift/?inf_contact_key=57b493d59f31bca377518ffe07f83f5c65468c965737a180f5f941507f69c8fc]

Screenshot aus Film “WHAT IF YOU ARE NOT THE HERO?”

Okay, zugegeben: Diese Erkenntnis ist nicht ganz neu. Aber was genau macht den Helden zum Helden? Klar, er löst unlösbare Probleme, rettet die Welt, besiegt die Bösen. Aber all das schafft er nicht alleine! Alle Helden haben einen Guide an ihrer Seite, der ihnen auf die Sprünge hilft, ohne sich in den Vordergrund zu drängen:

Screenshot aus Film “WHAT IF YOU ARE NOT THE HERO?” [http://storybrand.com/storybrand-paradigm-shift/?inf_contact_key=57b493d59f31bca377518ffe07f83f5c65468c965737a180f5f941507f69c8fc]

Screenshot aus Film “WHAT IF YOU ARE NOT THE HERO?

So weit, so gut! Aber was heißt das für die PR?

Wer ist hier der Held? Die erste Antwort wird lauten: das Produkt. Falsch! Eine richtig gute PR-Story macht den Endkunden bzw. Konsumenten zum Helden und rückt ihn in den Fokus. Aber wie wir von den Hollywood-Streifen gelernt haben, wird ein Held erst zum Held, wenn er einen guten Guide hat – und da kommt das Produkt ins Spiel! Durch die Marke oder das Produkt, das wir verkaufen, wird der Konsument zum Helden.

Zu abstrakt? Dann ein Beispiel:

Frau Müller hat all ihre Lieben zu Weihnachten eingeladen, hat schon ein schön-romantisches Bild vor Augen von einer festlich gedeckten Tafel, klirrenden Gläsern, dampfenden Schüsseln und hört schon förmlich die Komplimente an ihre Kochkünste.

Bild3

https://www.flickr.com/photos/austinmcgee/3376958945/

Doch dann läuft ihr eiskalt der Schauer über den Rücken, es kommen Bilder vom vergangenen Weihnachtsfest hoch: verbrannte Gänsekeulen, matschige Knödel, kaltes Rotkraut. Frau Müller kocht nämlich überhaupt nicht gerne und schon gar nicht für so viele Leute und unter so großem Stress.

Aber wir haben genau die Lösung, die sie braucht, um doch noch Heldin des Weihnachsfests zu werden: den Guide alias das gelingsichere und schnellzubereitete Menü von XYZ. Die Show in der Story gehört aber weiterhin unserer Heldin Frau Müller, der Guide hält sich im Hintergrund – und hält sich für die nächsten „Notfälle“ bereit, denn Silvester, Ostern oder der nächste Geburtstag kommen bestimmt!


Bildquelle: “Weihnachten” von Austin Kelmore via Flickr (CC BY-SA 2.0)

 

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