ARD/ZDF Onlinestudie 2017 – Deutsche nutzen WhatsApp wesentlich mehr als Facebook

Medienkonsum und Individual-Kommunikation dominieren laut Studie Internet-Nutzung der Deutschen.

ARD und ZDF haben die aktuellen Ergebnisse ihrer jährlichen Onlinestudie veröffentlicht. Wie zu erwarten, ist die Internetnutzung in Deutschland weiter gestiegen – und dies in allen Altersklassen. Besonders die Gruppe der 14-29-Jährigen verbringt einen Großteil des Tages online, nämlich über viereinhalb Stunden. Aber auch in den älteren Altersklassen steigt Nutzung an. Selbst die 50-69-Jährigen sind über eineinhalb Stunden ihres Tages im Internet unterwegs.

Quelle: ARD/ZDF Onlinestudie

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Selbstgemacht – ein soziales Schutzschild

Mit Bezahlung und Professionalität kommt die Kritik

Selbstgemacht! Vorige Woche wollte ich etwas loswerden und habe es über die facebook-Gruppe Free your Stuff Frankfurt verschenkt. Die Beschenkte hat sich bedankt – leider mit einem Riesenglas selbstgemachter Marmelade: Apfel-Zucchini. Shit. Selbstgekauftes kann man ablehnen, Selbstgemachtes nicht. Es hat diesen Heiligenschein von liebevoll.

Ist es dann auch noch toll selbstgemacht – wie vom Profi –, vielleicht sogar experimentell kreativ, dann gilt das als eins der kleinen Weltwunder. Supertalent-Stoff.

Bei Selbstgemachtem verzeihen wir auch Macken. Grammatikfehler oder Dellen im Dekor – alles kein Problem.Die Assoziations-Spirale ist seit Jahren eine Runde weitergedreht: Professionelles gibt sich den Anschein des Dilettantischen, baut mit Absicht kleine Fehler ein um den Charme des Selbstgemachten abzustauben. Denn das gibt einem so ein heimeliges Gefühl von persönlicher Beziehung und Geschichte. Weiterlesen

This is not an Advertisement! Oder doch?

This is not an advertisement

In den letzten Wochen machte folgende Meldung die Runde: Ab sofort können Werbekunden der Apple News App ihre Anzeigen im Newsfeed direkt zwischen den Nachrichten platzieren. Sie sind in derselben Schriftart gesetzt wie die Artikel. Erst unter dem Teasertext muss ein kleines „sponsored“ stehen. Die Werbung soll „mit ihrer Umgebung verschmelzen“ heißt es. In Deutschland gibt es die entsprechende News-App Version noch nicht.

Und jetzt?

Immer häufiger kann man nicht auf den ersten Blick zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung unterscheiden. Wie reagieren wir darauf? Erst einmal empört.

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Nah, näher, am nächsten – Lokale Webseiten liegen voll im Trend

Regionale News-Plattformen bieten Potential für die PR
Dorf

86 Prozent der Leser wollen Berichte aus ihrem Ort und ihrer Umgebung (Bildquelle: Achim Lammerts via flickr (CC BY SA-2.0)).

Themen, die die Welt bewegen. Täglich sind Zeitungen, Magazine und das World Wide Web voll damit. Keine Frage, die Artikel werden auch gelesen. Aber in erster Linie interessieren sich Mediennutzer dafür, was in ihrem Ort und ihrer Umgebung passiert, wie eine Allensbach-Umfrage herausgefunden hat. Nicht nur die Zeitungshäuser rüsten deshalb ihre Lokalredaktionen auf und machen sie fit für den digitalen Lokaljournalismus. Auch immer mehr regionale Webseiten mit einem Newsservice schießen aus dem Boden, die aus PR-Sicht viele Chancen bieten. Weiterlesen

#Appgefahren: Snapchat – Hinter die Kulissen schauen

Warum der Messenger für Unternehmen interessant ist

Ich probiere gerne Neues aus. Sobald die einschlägigen Social Media-News-Portale über eine neue App, die man unbedingt ausprobieren sollte, berichten, bin ich dabei. Vieles lösche ich schnell wieder – bei Snapchat bin ich jedoch hängen geblieben.

Aber wer oder was ist Snapchat und was kann diese App eigentlich? Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um einen Messenger, mit dem man Fotos und kurze Videos (sogenannte Snaps) aufnehmen kann. die man dann individuell bearbeitet, beschriftet und unter den Followern oder öffentlich teilt. Es besteht die Möglichkeit anderen Snapchattern zu folgen und deren Snaps für eine gewisse Zeitspanne anzuschauen. Einen Newsfeed wie bei Twitter, Instagram oder Facebook gibt es nicht.

Stories für die Follower

Snapchat wächst rasant. Rund 4.000.000.000 (In Worten: vier Milliarden) Video-Views generiert das soziale Netzwerk mittlerweile jeden Tag. Und das mit „nur“ 100 Millionen aktiven Nutzern weltweit. Zum Vergleich: Auf Facebook kommen ebenfalls etwa 4 Mrd. Views täglich zusammen, allerdings verteilt auf 1,5 Mrd. User. In kurzer Zeit kann man auf Snapchat sehr viele Menschen erreichen.
Die für kommunizierende Unternehmen spannendste Funktion nennt sich Stories. Damit können alle Snaps in eine bestimmte Reihenfolge gebracht und Geschichten erzählt werden, die für 24 Stunden sichtbar bleiben. Das ist gleichzeitig auch die Besonderheit der App: Die Verfügbarkeit der Snaps ist endlich. Dies erklärt auch den Geist, der das Logo von Snapchat darstellt.

Der Geist: das Logo von Snapchat. (Screenshot: www.snapchat.com)

Der Geist: das Logo von Snapchat. (Screenshot: www.snapchat.com)

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Die Herausforderungen für Journalisten und Verlage im Online-Zeitalter

Oder: Wie Verlage nach Bezahlmodellen im Internet suchen und Journalisten sich mit Klicks und Webtraffic als Erfolgsindikator anfreunden müssen

Der Journalismus im Wandel der Zeit.

Das Printmedium Zeitung wird in der Lesergunst zunehmend durch die Online-Auftritte der Zeitungsherausgeber im Internet abgelöst. Der Konsument bezieht seine Neuigkeiten aus dem Netz und kann von unterwegs mit dem mobilen Endgerät jeder Zeit Informationen abrufen – dies zumeist sogar kostenfrei. Dabei wird oft vergessen, dass auch hinter einem kostenlos angebotenen Artikel im Internet immer noch Arbeit und Zeitaufwand von Journalisten steckt, die wiederum bezahlt werden müssen. Die Verlage suchen daher nach Bezahlmodellen, um Online-Artikel zu refinanzieren. Weiterlesen