#Fail Episode 4: Geiz ist geil im Hause Holsten

Oder: Come on, Holsten - das könnt ihr besser!

bild-gegen-bierIn unserer Serie #Fail zeigen wir in unregelmäßigen Abständen kleinere und größere Missgeschicke aus dem Social Web. Heute erwischt es die Holsten-Brauerei mit einem wirklich „schönen“ Community Management Fauxpas.

Da bietet ein Fan ein Tauschgeschäft „Bild gegen Bier“ an – und Holsten wiegelt mit den Worten „netter Versuch“ ab. Nun ja, kann man so machen. Das Wording ist vielleicht ein wenig flapsig, aber wir kennen ja unsere Abgreifer-Pappenheimer, die jeden Tag stundenlang das Social Web auf der Suche nach Gratis-Produktproben abgrasen und vollspammen. Frei nach dem Motto „Könnte mir gefallen + schmecken!!!“ (Insider…)

Vier Monate später war man dann wohl auf der Suche nach „geilen Bildern“ und stieß dabei auf das bereits vor Monaten vom Fan Boris Damien Abdul Alhazred eingereichte Foto. Offenbar ohne zu lesen, dass es bereits einen Chatverlauf dazu gibt. Denn Holsten schlug nun vor, das Bild gegen Quellen-Nennung auf der Holsten-Seite zu veröffentlichen. Und natürlich lehnte der Fan ab – mit einem Verweis auf sein bereits vor Monaten vorgeschlagenes Tauschgeschäft. Anstatt jetzt mal ein Sixpack klarzumachen, lehnte Holsten erneut ab – mit dem ziemlich arrogant wirkenden Hinweis „wir haben genug andere“. Autsch.

Bereits bei der 1. Reaktion könnte man schon sagen „nun ja, ein wenig knausrig“ – aber die 2. Aktion des Community-Managements der Firma Holsten ist dann mal wirklich ein Schuss in den Ofen und schlägt bereits jetzt – nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung des Chats durch den User – hohe Wellen.

Die Quizfrage ist ja: Gibt es im Hause Holsten einen Biernotstand, von dem wir nichts wissen? Oder eine Social Media Guideline, die besagt „Es wird kein Sixpack Bier an Fans verschenkt. Unter gar keinen Umständen!“? Man weiß es nicht – aber das Verhalten des Holsten Community-Managements hat sich einen Eintrag in unserer #Fail-Reihe redlich verdient.

Der gesamte Dialog liest sich so:

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Social Media Landkarte 2016 – das Social Web-Kondensat

Platzhirsche und Neuankömmlinge auf einem Blick

Social-Media-Map-2016In Zeiten der Digitalisierung gibt es mehr oder weniger täglich neue Tools, Plattformen und Formate. So schnell wie eine Plattform entsteht, verschwindet sie wieder – oder wird von den Big Playern aufgekauft. Die Social Media Landkarte 2016 der Agentur Overdrive Interactive gibt einen wirklich guten Überblick über die wichtigsten Webseiten, Mobile Apps sowie Tools & Platformen – vom Fitness-Network pumpup über Livestreaming-Angebote wie meerkat bis hin zu den Platzhirschen Facebook oder YouTube:

Spannend an der Map ist nicht nur die Fülle an Möglichkeiten. Vielmehr fallen Nebenkategorien auf, die man noch gar nicht so auf dem Schirm hat wie z.B. Social Recruiting Networks (indeed, upwork und Co.). Zudem bietet die App eine ganze Menge an Denk-Ansätzen: Welche Plattform wird sich zum Beispiel im Bereich Livestreaming durchsetzen? Facebook live? Youtube live? Oder doch Periscope? Und was ist „the next big thing“?

Das PDF-Dokument mit klickbaren Links gibt es hier zum download – wir finden: Es lohnt sich!

Kreativität – die richtige Balance aus Konstruktion und Destruktivität

Oder: Auf der Suche nach dem Geistesblitz

neuronales-netzwerkVor dem Hintergrund der ständigen Reizüberflutung gewinnt die Kreativität zunehmend an Bedeutung. Relevanz ist der zentrale Erfolgsfaktor. Und damit auch Kreativität. Denn am Ende sind es kreative Ideen, die aus der Kackophonie an Clips, Bildern, Texten etc. herausstechen. Bei allen Diskussionen, welche Rahmenbedingungen Kreativität begünstigen, stellt sich die Frage: Was ist Kreativität eigentlich? Jetzt mal so ganz wissenschaftlich betrachtet?

Dr. Viktor Frankl, ein österreichischer Neurologe, hat einmal gesagt:

Ein kreativer Mensch ist primitiver und kultivierter, destruktiver und konstruktiver, sehr viel verrückter und sehr viel vernünftiger als der Durchschnittsmensch.

und ordnet Kreativitäts-Forschung damit irgendwo zwischen Neuro- und Verhaltensbiologie und Psychologie ein. Und das durchaus mit Recht – denn wenn man „Kreativität“ betrachtet kommen ganz unterschiedliche Wissenschaftszweige zusammen.   Weiterlesen

#shorty: Jetzt viral bei Instagram: Leidende Männer

"Miserable Men" zeigt die deprimierende Realität von Männern, deren Frau sich gerade im Shopping-Wahn befindet

Es sind tragische Bilder, die im Instagram-Account @miserable_men Tag für Tag gepostet werden. Sie zeigen leidende Männer. Traurige Männer. Einsame Männer. Allein gelassen zwischen Schuhkartons, Handtaschen und Auslegeware. Gepeinigt und gequält in den wenigen freien Stunden, die der Alltag ihnen noch so lässt. @miserable_men zeigt Männer aus aller Welt, die unter Vorspielung falscher Tatsachen („Ich will eigentlich gar nichts bestimmtes einkaufen“) von ihren Frauen in den nächsten Shopping-Tempel gelockt wurden. Und ist damit ungemein erfolgreich – inzwischen folgen über 238.000 User den Stream, der primär aus den Einsendungen seiner Abonnenten bestückt wird.  Weiterlesen

Wie Politik und Medien „5 Jahre Fukushima“ für Meinungsmache missbrauchen

Oder: Stop it, hypocrites!

12805886_10205954287242893_8565686673135397007_nBeginnen wir mit den Fakten: Am 11. März 2011 kam es vor der Ostküste Japans zu einem schweren Seebeben der Stärke 9,0. dieses Beben löste einen Tsunami aus, der einen Teil der Sanriku-Küste verwüstete und 19.418 Menschen in den Tod riss. 2.592 Menschen gelten bis heute als vermisst. Über 120.000 Häuser wurden zerstört.

Der Tsunami überrollte auch Teile des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, bei dem es bereits in direkter Folge des Erdbebens zu Stromausfällen gekommen war. An den folgenden fünf Tagen kam es dann zu einer Serie von Unfällen sowie zur Kernschmelze. Alle Störfälle zusammen wurden am 12. April 2011 durch die japanische Atomaufsichtsbehörde der INES-Stufe 7 zugeorndet, dies entspricht einem „Größten anzunehmenden Unfall“ (GAU). Durch die Explosionen in und um die Reaktorblöcke gab es keine Todesopfer. Heißt: Es gab de facto keine Atom-Toten!

Zum fünften Mal hat sich das Tohoku-Beben am Freitag gejährt – und wie bereits in den vergangenen Jahren haben Medien und Politik offenbar immer noch nicht verstanden, was 2011 in Japan passiert ist. Oder – und das ist vermutlich der wahrscheinlichere Grund: Medien und Politik sind sich nicht zu schade, fünf Jahre Fukushima für perfide Meinungsmache zu missbrauchen.  Weiterlesen

Die Emoji-Revolution

Oder: Wie kleine Smilies die Kommunikation im Social Web verändern

Das „Wort des Jahres 2015“ ist – jedenfalls nach Ansicht des Oxford Dictionary – kein Wort. Sondern das Emoji mit dem fast poetisch klingenden Namen „Face with Tears of Joy“. Oder kurz:

tears-of-joy-emoji

Im Internet-Slang kennt man das Emoji 😂 noch unter den Kürzeln lol (laughing out loud), lmao (laughing my ass off), lmfao (laughing my fucking ass off) – oder einfach nur als hahaha etc. Was Emojis jedoch so besonders macht: 😂 ist eben kein einzelnes Wort. Sondern vielmehr der Ausdruck von Gefühlen und Emotionen, kondensiert auf ein kleines Icon.

Die Ernennung eines Emojis zum „Wort des Jahres“ ist jedoch vielmehr als ein Kuriosum – denn immerhin stehen diese zunehmend für einen Wandel in der schriftlichen Kommunikation. Rund 50 Millionen Menschen in Deutschland nutzen inzwischen ein Smartphone – und von diesen nutzen zwischen 80% und 90% Emojis. Und selbst wenn man keine Emojis verwendet – 99,8% haben bereits die kleinen Bildchen z.B. in WhatsApp-Nachrichten etc. gesehen. In den USA versendet jeder Mensch durchschnittlich 96 Emojis pro Tag. Weltweit sind es über 6 Millionen Emojis, die jeden Tag verschickt werden.

„We just thought, when you look back at the year in language,
one of the most striking things was that, in terms of written communication,
the most ascendant aspect of it wasn’t a word at all, it was emoji culture.“
Caspar Grathwohl, Präsident von Oxford Dictionaries 

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GPRA verabschiedet Mindeststandards für Trainees

Gute Aussichten für den PR-Nachwuchs

gpraNach Festlegung der Mindeststandards für Praktikanten hat die Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen (GPRA) sich jetzt auch auf Mindeststandards für Trainees geeinigt. Sie bilden künftig die Basis für die Traineeausbildung in GPRA Mitgliedsagenturen. Die Standards unterstreichen den Qualitätsanspruch der GPRA und das Engagement der führenden deutschen Kommunikationsagenturen für transparente und gute Ausbildungsbedingungen.

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Blogger Relations vs. Blog Marketing

...oder doch Influencer Relations?

influencer marketingKaum ein Marketeer hat noch nicht mitbekommen, dass Blogger irgendwie wichtig sind, wenn es darum geht, ein positives Image rund um Produkte, Dienstleistunge oder Unternehmen aufzubauen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Blogger sind Multiplikatoren, deren Schreibe inzwischen nicht nur im Social Web wahrgenommen wird, sondern immer wieder auch Impulsgeber für Berichterstattung in klassischen Medien sind. Blogger sind extrem gut vernetzt – nicht nur weil Blogger Blogger lesen – und bauen ihr Netzwerk kontinuierlich aus. Und nicht zuletzt hat sich herumgesprochen, dass sie gerne gegen Zahlung von Honorar auch mal „wohlwollend“ Generated Content verfassen. Entsprechend wollen immer mehr Unternehmen Präsenz in Blogs aufbauen – und da sind wir als Agentur gefragt.  Weiterlesen

Spam des Abends: Hello Web Admin, I noticed that your On-Page SEO is is missing a few factors…

Oder: Come on, Spammer!?

stop-spam-940526_640Trotz einiger wirklich guter Anti-Spam-Plugins haben wir es auch im impact-Blog immer mal wieder mit Spam zu tun, der über die Kommentarfunktion eingeht. Heute wurde durch einen Bot unter fast jeden Blogbeitrag ein Hinweis gepostet, der vermeintlicherweise auf ein WordPress-SEO-Plugin verlinkt. Dank entsprechender Spamfilter landeten diese direkt im Kommentar-Papierkorb. Und das ist auch gut so, denn tatsächlich verweist der als „SEO Plugin“ beschriebene Link auf eine mit Malware verseuchte Seite mit Tipps, wie man angeblich in Online-Casinos so richtig Geld abstauben kann. Ja ne, ist klar.

Besonders seltsam ist die Logik der Spam-Einträge: Mal unabhängig davon, dass kein seriöser Plugin-Autor über Spam-Einträge nach potenziellen Kunden / Downloadern sucht, sondern eher per SEO / SEM dafür sorgt, dass man im Rahmen einer Google-Suche auf entsprechende Tools stößt, stellt sich dann doch die Frage: Wenn unser Blog so weit hinten in den Suchmaschinen-Rankings auftaucht – warum hat der Spambot ihn dann trotzdem gefunden? Mysteriös…

Bild: „Stop Spam“ – CC0 Public Domain

GPRA-Vertrauensindex: Nach #dieselgate – Sippenhaft für deutsche Automobilbauer

VW belastet Vertrauen in die deutsche Automobilindustrie

Die VW-Krise zieht weiter ihre Kreise und hat dramatische Folgen für die Gesamtautomobilbranche. Wie aus der neuesten repräsentativen Erhebung des Verbandes der Kommunikationsagenturen GPRA hervorgeht, betrifft die Vertrauenskrise nicht nur die VW-Marken, sondern hat die gesamte nationale Automobilindustrie erfasst. So ist die Autobranche im Vergleich zur Erhebung im Dezember 2014 im Ranking der 15 wichtigsten Industriebranchen von Platz 1 auf Platz 13 abgestürzt. Seit Beginn der GPRA- Indexerhebung 2009 ist noch nie ein so großer Vertrauensverlust von 12,6 Indexpunkten vorgekommen.

Alle deutschen Automobilbauer von Vertrauensverlust betroffen

GPRA-Vertrauensindex: Vertrauen in Automarken

GPRA-Vertrauensindex: Vertrauen in Automarken

Es ist der Deutschen liebstes Kind: das Auto. Insbesondere Autos deutscher Hersteller genießen jeher ein hohes Maß an Vertrauen bezogen auf Qualität, Kompetenz und Umgang mit Kunden. Betrachtet man die Detailergebnisse der Repräsentativ-Befragung wird deutlich, dass alle nationalen Hersteller in Sippenhaft genommen werden. Nicht mal jeder Zweite (43 Prozent der Befragten) hat derzeit noch Vertrauen in den Wolfsburger Autobauer, das sind 41 Prozent weniger als in 2013. Dem Audi-Konzern vertrauen nur noch 52 Prozent (Minus 33 Prozent).  Betroffen sind auch BMW und Mercedes, die ein Minus von 17 Prozent bzw. 6 Prozent verzeichnen im Vergleich zu 2013. Ausländische Autohersteller sind von der Vertrauenskrise bislang nicht betroffen bzw. gewinnen eher an Vertrauen. So konnte Fiat um 18 Prozentpunkte zulegen und liegt derzeit bei 49 Prozent. Weiterlesen