This is not an Advertisement! Oder doch?

This is not an advertisement

In den letzten Wochen machte folgende Meldung die Runde: Ab sofort können Werbekunden der Apple News App ihre Anzeigen im Newsfeed direkt zwischen den Nachrichten platzieren. Sie sind in derselben Schriftart gesetzt wie die Artikel. Erst unter dem Teasertext muss ein kleines „sponsored“ stehen. Die Werbung soll „mit ihrer Umgebung verschmelzen“ heißt es. In Deutschland gibt es die entsprechende News-App Version noch nicht.

Und jetzt?

Immer häufiger kann man nicht auf den ersten Blick zwischen redaktionellen Inhalten und Werbung unterscheiden. Wie reagieren wir darauf? Erst einmal empört.

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Die VW-Krisenkommunikation: Warum der Konzern jetzt von seinen Fans getröstet wird

Ein cleverer Entschuldigungs-Post, der gar keiner ist

VW VertrauenVW erfährt mit der Abgasaffäre international gerade eine seiner schlimmsten Krisen. Von den Medien gescholten, die Aktien auf Sturzflug, Konzernchef Winterkorn zurückgetreten. Die Glaubwürdigkeit eines urdeutschen Unternehmens ist zerstört. Ein Unternehmen, das seit dem Wirtschaftswunder-Knubbel-Käfer und den kultigen Bullis Sympathie-Bonus für alle Zeiten gepachtet zu haben schien.

Und was machen die Fans? Statt auf Facebook einen Shitstorm anzuzetteln, gehen sie auf Kuschelkurs und nehmen das kleine reuige Wolfsburg in den Arm, um es zu trösten. Wie das? Weiterlesen

Ein Plädoyer für mehr sprachliche Varianz und Kopfkino in PR-Texten

Wenn Information-Overkill auf Goethe trifft – oder so Ähnlich

KopfkinoGerade in Kommunikationsberufen sind wir darauf getrimmt, ständig das Tages- und Branchengeschehen im Auge zu behalten. Also lesen – nein, scannen wir Fachartikel, Tageszeitungsberichte, Online-Nachrichtendienste, OTS-Meldungen auf der Suche nach Themen, die für unsere Kunden/Zielgruppen relevant sind oder werden könnten. Viel Interessantes ist meist nicht dabei.

Vor Kurzem bin ich dann einmal wieder dazu gekommen, mit Muße ein Buch zu lesen. Kein Sachbuch, Fachmagazin oder Pressemeldung, sondern ein Buch eines jungen Autoren mit „poetischer Kraft“, so die Rezension auf der Rückseite: Julian Heun, Strawberry Fields Berlin. Zugegeben, manche Passagen waren etwas drüber, zu gewollt metaphorisch. Aber es hat mir wieder bewusst gemacht, wie viel Kraft Sprache haben kann, wie vielseitig sie ist und wie wunderbar man damit Bilder erzeugen kann und darum geht es schließlich im Youtube Zeitalter. Auch, oder eben weil sie jeder im Kopf bildet, sind sie so eindrucksvoll. Man bekommt sie nicht vorgekaut, sondern kreiert sie selbst. Wird zum Regisseur seines eigenen Kopfkinos. Weiterlesen