3. Mai 2017 Franziska Steinmann

Aufgepasst! – hier kommt Generation Z

4 Tipps, um mit der Zielgruppe richtig zu kommunizieren

Generation Z – crazy, lazy, mazy. Die Nachfolge-Generation von Generation Y ist im Anmarsch. Laut dem Magazin ‚Horizont‘ werden die nach 1995 Geborenen „nicht nur die Zukunft unserer Welt, sondern auch die Absatzzahlen von Unternehmen, bestimmen“. Sie ist die erste Generation, die den Zugang zum Internet und den digitalen Inhalten schon ihr ganzes Leben lang genießt. So verwundert es nicht, dass sie Stunden im World Wide Web verbringt und bereits 92 Prozent der Gen Y Filme, Serien und andere Bewegtbildinhalte online konsumiert.

Also Grund genug, Gen Z mal in den Blickpunkt zu rücken und Tipps für die richtige Kommunikation mit dieser Zielgruppe zu geben.

1. Zum Punkt kommen

Laut einer Studie von Microsoft ist unsere Aufmerksamkeitsspanne in den letzten Jahren stark gesunken – auf acht Sekunden. Damit eine Sekunde kürzer als die des Goldfischs!! Dieses Ergebnis stellt nun aber keinen Grund dar, den Untergang der Menschheit zu beschwören. Die Microsoft-Wissenschaftler versuchen, etwas Positives darin zu sehen und sagen, dass sich unser Gehirn insgesamt den neuen Technologien anpasst, während diese sich entwickeln, und eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne einfach eine normale Nebenwirkung sein kann. Fakt ist: Unsere Fähigkeit und hauptsächlich die der Generation Z, sich für lange Zeiträume zu konzentrieren, ist rückläufig. Deshalb ist es wichtig, Informationen schneller und prägnanter darzustellen. Ein aktuelles Beispiel: YouTube hat ein neues Werbeformat eingeführt, dessen Markenzeichen die Beschränkung auf exakt sechs Sekunden lange Videos ist.

2. ‚Smart‘ auf den sozialen Medien sein

Snapchat, Instagram, Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke haben meist die ähnlichen Funktionen vorzuweisen. Aber ihre Inhalte und ihre Nutzer sind unterschiedlich und einzigartig. Snapchat-Benutzer öffnen nicht die App auf der Suche nach der gleichen Art von Inhalt, die sie auch auf Facebook finden könnten – sie suchen etwas, was sie nur auf Snapchat bekommen können. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Kommunikation für die verschiedenen Kanäle nicht 1:1 zu übernehmen, sondern auf die jeweilige Plattform zuzuschneiden.

3. Die richtige Art von Videos benutzen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – ein Video mehr als tausend Bilder. Für rund 80 Prozent der Generation Z ist YouTube die Hauptplattform beim Thema Video. Über Produktplatzierungen und Sponsored Videos versuchen die Werbetreibenden ihre Inhalte und Messages an die Generation Z zu bringen. Verständlich, denn die Gen Z wird zukünftig über den Erfolg oder eben auch Misserfolg einer Marke entscheiden.

Eine weitere Form von Online-Videos, nämlich Live-Streaming, wird immer größer und wichtiger. Hierzu gehören beispielsweise Facebook Live, Twitters Periscope und Snapchat Live Stories. 81 Prozent der Internetnutzer sahen 2016 mehr Live-Videos an als im Jahr 2015. Dabei haben Marken die Möglichkeit Live-Streams zu sponsern, Kooperationen mit Live-Streaming-Talenten aufzubauen oder einfach ihre eigenen Inhalte in einem Live-Stream darzustellen. Wichtig dabei ist, den wachsenden Live-Streaming-Markt zu beobachten und zu nutzen. Denn über diesen Kanal informieren sich die nach 1995 Geborenen über Marken und Unternehmen.

4. Sozialverantwortliches Verhalten zeigen

Die Generation Z legt großen Wert auf Gleichheit und Menschenrechte – vielleicht sogar noch mehr als die Generationen davor. Nicht nur sie selbst debattieren im Freundes- und Familienkreis über soziale Fragen: In einer Studie von über 2.000 Befragten stellte die Werbeagentur Barkley nämlich fest, dass 60 Prozent der Generation-Z-Nutzer Marken/Unternehmen mit einer festen Haltung zu Fragen der Gleichheit mit Bezug auf Rasse, Gender und LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) unterstützen. Es ist nicht nur ein „zusätzlicher Bonus“, wenn Marken einen festen Standpunkt einnehmen. Die Generation Z (wie auch die Millennials) erwarten, dass Marken sozial und ökologisch bewusst handeln. Negatives Beispiel und ein Griff ins Klo: Der Pepsi-Spot mit Kendall Jenner. Der Spot bedient sich an aktuellen Bildern und Momenten, wie beispielsweise am Women’s March oder an den Protesten gegen Polizeigewalt in Baton Rouge in Louisiana. Nur ob hier ein hellhäutiges Model mit Spitzenverdienst als Protagonistin richtig ist? Authentizität und Ehrlichkeit nicht vergessen!

About the Author

Franziska Steinmann
Franziska Steinmann

Franziska Steinmann studierte Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg. Ihre akademische Ausbildung schloss sie mit einem Master in ‚Public Relations and Advertising‘ an der University of New South Wales in Sydney, Australien ab. Nach einigen Praktika im Medien- und Kommunikationsbereich im In- und Ausland wechselte sie zur impact Agentur für Kommunikation GmbH, wo sie das Team im Bereich Food unterstützt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.