17. März 2017 Felix Grafen

Warum ein CEO in Social Media kommunizieren sollte: Teil 1

Botschafter, eigene Marke und direkter Ansprechpartner: Social Media sollte in Unternehmen zur Chefsache werden

CEOs, die in Social Media kommunizieren sind in Deutschland, im Gegensatz zu den USA, immer noch eine Seltenheit. Doch es werden immer mehr Führungskräfte, die Social Media zur Chefsache machen und mit einem eigenen Profil auf Twitter, Facebook und Co. präsent sind – und damit im Unternehmen vorleben, welche Stellenwert digitale Kommunikation mittlerweile haben muss. Dies könnte man natürlich auch ohne ein eigenes Profil tun. Warum also kann eine eigene Präsenz von Vorteil sein?

Direkter Kontakt des CEO zu Mitarbeitern und Konsumenten

Jeder CEO hat das Problem, dass er für die Mitarbeiter aufgrund von zahlreichen Terminen nur selten greifbar ist. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Konsumenten oder auch selbstständige Vertriebspartner wie bei LR Health & Beauty. Über die sozialen Medien ist quasi ein direkter Kontakt mit dem CEO möglich – sei es öffentlich per Kommentar oder per privater Nachricht. Hierbei ist es wichtig, dass ein gut geschultes Kommunikationsteam die Kommentare und Nachrichten schnell und individuell beantwortet. Eindeutige Prozesse und Ansprechpartner sind im Vorfeld zu formulieren.

Denn der CEO kann aufgrund des straffen Terminplans natürlich nicht das Community Management übernehmen. Dennoch ist es wichtig, dass auch er Themen setzt, die ihm wichtig sind. Denn die Verbreitung solcher Statements ist mit Social Media wesentlich einfach und schneller möglich, als über klassische PR-Wege.

Durchschlagskraft und Wirkung der Botschaft in Social Media

Wenn eine Nachricht direkt von einem CEO-Account kommt und damit personalisiert ist, erzielt sie eine wesentlich größere Wirkung als eine unpersönliche Pressemitteilung. Damit ist die Möglichkeit gegeben, wirkungsvolle Botschaften an verschiedene Zielgruppen auszusenden, seien es Mitarbeiter, Konsumenten oder die Presse.

Der CEO wird automatisch zu einem der wichtigsten Botschafter des Unternehmens und behält dabei die Kommunikationshoheit.

Mit Kritik in Social Media umgehen und davon profitieren können

Dennoch birgt die Kommunikation in sozialen Medien auch Stolpersteine. Sie sollte daher gut geplant und wohlüberlegt vonstattengehen. Der Umgang mit kritischen Kommentaren und Nachrichten ist ein Teil davon. Antworten ist bei sachlichen Kommentaren, Beiträgen und Nachrichten Pflicht, die Reaktionszeit sollte Social Media-gemäß möglichst kurz sein. Essenziell dafür ist Vertrauen in das Team, das den Account betreut.

Kritik ist aber auch ein guter Indikator für Stimmungen im Unternehmen und unter den Konsumenten. Der CEO kann aus Social Media für sich selbst die Zwischentöne herausfiltern und sehen, was die Basis bewegt.

Der Kanal sollte gut gewählt sein

Wenn in der Strategie geklärt wurde, welche inhaltliche Zielsetzung der Account haben soll, kann über den Kanal nachgedacht werden und die Frage: wo befindet sich die Zielgruppe? Twitter und Facebook sind unter den CEOs beliebt, aber auch LinkedIn oder Xing werden zum Beispiel für Fachbeiträge gerne genutzt.

Alles in allem überwiegen die Vorteile, wenn ein CEO die Kommunikation in Social Media als Chance begreift. Mit einem guten Team, dem er vertraut, mit authentisch und nahbar wirkender Kommunikation, die ihm keine Maske aufsetzt sowie guten Inhalten, die wertvoll für die Zielgruppe sind.

Wie baut man den Kanal für einen CEO auf?

Nachdem wir uns mit dem „Warum“ beschäftigt haben, folgt im nächsten Teil das „Wie“. Was muss man beim Aufbau eines Social Media-Kanals für einen CEO beachten und welche Schritte muss man gehen, bis der erste Post online ist? Demnächst hier im impact-Blog.

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About the Author

Felix Grafen
Felix Grafen Felix Grafen studierte Publizistik, Anglistik und Politikwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Nach mehreren Erfahrungen im Online-Journalismus unterstützt er seit Mai 2014 den Bereich Online und Social Media bei impact.

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