Die Bio-Gurken (-Problematik) in der Unternehmenskommunikation

Öko(un)logisch – warum es Unternehmen gibt, die lieber auf eine EU-Zertifizierung verzichten

Die Welt des Essens und Trinkens ist stetig in Bewegung. Zum einen werden Leckereien in Form von #Foodporn durch Social Media und Co. in Szene gesetzt, zum anderen wollen die Menschen wieder zurück zum Ursprung. Bio-Produkte, saisonales Obst und Gemüse, Essen aus der Region – die Verbraucher, allen voran die urbanen Trendsetter, wollen wieder zurück zu Produkten aus der Heimat und das nach Möglichkeit organic – also in Bio-Qualität.

Plastik satt: Bio-Gurken bei Rewe und anderen müssen EU-Richtlinien entsprechen

Plastik satt: Bio-Gurken bei Rewe und anderen müssen EU-Richtlinien entsprechen.

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Selbstoptimierung per App

Warum können wir nicht einfach so sein, wie wir sind?

Schritte: 12.532
Zurückgelegte Stockwerke: 12
Gejoggte Kilometer: 3,8
Laune: 7 von 10 Punkten
Gelesene Seiten: 33
Energiebilanz des Mittagsessens: 538 Kilokalorien

Fitbit

Selbstoptimierung per App?

So oder so ähnlich könnte die Tagesbilanz eines Self-Trackers aussehen, der jede Menge Daten über sich und seinen Lebensalltag sammelt. Viele Self-Tracking Anhänger führen öffentlich über einen Blog, Facebook oder Twitter Protokoll über ihr Leben, um es gesünder, strukturierter und somit optimaler zu gestalten. Weiterlesen

Klassische PR-Arbeit ist tot! Lang lebe die klassische PR!

Die Top 3 der PR, die nicht vom Aussterben bedroht ist

Auf unserem Blog gibt es überwiegend News aus der digitalen Welt. Denn, zugegeben, in diesem Bereich passieren die wirklich neuen Dinge. Als Agentur dabei am Puls der Zeit zu sein, ist wichtig und spannend. Hier gilt es, eine neue App für die Kommunikation zu testen, da neue Wege mit Influencern zu gehen.

Manche Elemente der Kommunikation rosten nicht.

Manche Elemente der Kommunikation rosten nicht. Bild via Flickr von Chris Garcia (CC BY-ND 2.0).

Es gibt wohl kaum noch eine Agentur, die sich noch als Agentur positioniert, die reine „Pressearbeit“ betreibt. Ansonsten „Anschluss verpasst“, würde ich sagen. Aber auch wenn die Branche die klassische PR-Arbeit immer wieder für tot erklärt, im Agenturalltag selbst zählen (angeblich) „klassische Faktoren“ weiterhin zum Erfolgsrezept der Kommunikation. Trotz aller digitalen Entwicklungen sind diese Punkte noch lange nicht vom Aussterben bedroht und teilweise gerade wegen dieser Entwicklung wichtiger denn je.

Zeit für eine Top 3 aus unserem PR-Alltag: Weiterlesen

„Damn Daniel“ – „Damn, Daniel“! – unfassbar, aber viral

"Back at it again with the white Vans!"

Hätten wir nicht alle gerne die Geheimformel, nach der man die Viralität eines Video-Clips oder einer Social Media Kampagne bestimmen kann? Sicher haben es schon viele Unternehmen ohne viel Geld geschafft, durch lustige, kreative und überraschende Ideen ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Oder ist es vielmehr die Ungläubigkeit ob der Tatsache, dass es wirklich Menschen gibt, die ihre Blödeleien posten?

Fast könnte man meinen, es bestünde ein Zusammenhang zwischen der Banalität einer Idee und der Viralität eines Clips. Ein legendärer Ruf „Damn Daniel“ kann schon mal eine Meme-Sensation gebären (und das wahrscheinlich einfacher als ein Adorno-Zitat). Dann geht alles ganz schnell.

damn.daniel

Zu Gast bei Ellen DeGeneres (Quelle: https://twitter.com/Josholzz).


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#shorty: Jetzt viral bei Instagram: Leidende Männer

"Miserable Men" zeigt die deprimierende Realität von Männern, deren Frau sich gerade im Shopping-Wahn befindet

Es sind tragische Bilder, die im Instagram-Account @miserable_men Tag für Tag gepostet werden. Sie zeigen leidende Männer. Traurige Männer. Einsame Männer. Allein gelassen zwischen Schuhkartons, Handtaschen und Auslegeware. Gepeinigt und gequält in den wenigen freien Stunden, die der Alltag ihnen noch so lässt. @miserable_men zeigt Männer aus aller Welt, die unter Vorspielung falscher Tatsachen („Ich will eigentlich gar nichts bestimmtes einkaufen“) von ihren Frauen in den nächsten Shopping-Tempel gelockt wurden. Und ist damit ungemein erfolgreich – inzwischen folgen über 238.000 User den Stream, der primär aus den Einsendungen seiner Abonnenten bestückt wird.  Weiterlesen

Wie Politik und Medien „5 Jahre Fukushima“ für Meinungsmache missbrauchen

Oder: Stop it, hypocrites!

12805886_10205954287242893_8565686673135397007_nBeginnen wir mit den Fakten: Am 11. März 2011 kam es vor der Ostküste Japans zu einem schweren Seebeben der Stärke 9,0. dieses Beben löste einen Tsunami aus, der einen Teil der Sanriku-Küste verwüstete und 19.418 Menschen in den Tod riss. 2.592 Menschen gelten bis heute als vermisst. Über 120.000 Häuser wurden zerstört.

Der Tsunami überrollte auch Teile des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, bei dem es bereits in direkter Folge des Erdbebens zu Stromausfällen gekommen war. An den folgenden fünf Tagen kam es dann zu einer Serie von Unfällen sowie zur Kernschmelze. Alle Störfälle zusammen wurden am 12. April 2011 durch die japanische Atomaufsichtsbehörde der INES-Stufe 7 zugeorndet, dies entspricht einem „Größten anzunehmenden Unfall“ (GAU). Durch die Explosionen in und um die Reaktorblöcke gab es keine Todesopfer. Heißt: Es gab de facto keine Atom-Toten!

Zum fünften Mal hat sich das Tohoku-Beben am Freitag gejährt – und wie bereits in den vergangenen Jahren haben Medien und Politik offenbar immer noch nicht verstanden, was 2011 in Japan passiert ist. Oder – und das ist vermutlich der wahrscheinlichere Grund: Medien und Politik sind sich nicht zu schade, fünf Jahre Fukushima für perfide Meinungsmache zu missbrauchen.  Weiterlesen

Erbitterten Wettbewerb im Social Web sympathisch inszeniert

Was McDonald's und Burger King im Social Web richtig gemacht haben

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Es bringt nichts, einfach nur mit mehr Filialen vertreten zu sein – genau das muss man auch kommunizieren. Das ist der Grundsatz von PR, und so dachte es sich scheinbar auch die französische Werbe-Agentur, die die Burger-Kette McDonald’s betreut. Es wurde ein meterhohes Straßenschild als Werbefläche aufgestellt, um zu zeigen: McDonald’s erreichen alle Hungrigen und Burger-Lustigen ganz einfach in 5 Kilometern, Burger King dagegen erst in 258 Kilometern – wer denn überhaupt der komplizierten Route folgen kann. Ein Video vom Schildaufbau und Fotos gingen durchs ganze Social Web. Eine clevere und lustige Aktion.

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Die Emoji-Revolution

Oder: Wie kleine Smilies die Kommunikation im Social Web verändern

Das „Wort des Jahres 2015“ ist – jedenfalls nach Ansicht des Oxford Dictionary – kein Wort. Sondern das Emoji mit dem fast poetisch klingenden Namen „Face with Tears of Joy“. Oder kurz:

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Im Internet-Slang kennt man das Emoji 😂 noch unter den Kürzeln lol (laughing out loud), lmao (laughing my ass off), lmfao (laughing my fucking ass off) – oder einfach nur als hahaha etc. Was Emojis jedoch so besonders macht: 😂 ist eben kein einzelnes Wort. Sondern vielmehr der Ausdruck von Gefühlen und Emotionen, kondensiert auf ein kleines Icon.

Die Ernennung eines Emojis zum „Wort des Jahres“ ist jedoch vielmehr als ein Kuriosum – denn immerhin stehen diese zunehmend für einen Wandel in der schriftlichen Kommunikation. Rund 50 Millionen Menschen in Deutschland nutzen inzwischen ein Smartphone – und von diesen nutzen zwischen 80% und 90% Emojis. Und selbst wenn man keine Emojis verwendet – 99,8% haben bereits die kleinen Bildchen z.B. in WhatsApp-Nachrichten etc. gesehen. In den USA versendet jeder Mensch durchschnittlich 96 Emojis pro Tag. Weltweit sind es über 6 Millionen Emojis, die jeden Tag verschickt werden.

„We just thought, when you look back at the year in language,
one of the most striking things was that, in terms of written communication,
the most ascendant aspect of it wasn’t a word at all, it was emoji culture.“
Caspar Grathwohl, Präsident von Oxford Dictionaries 

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