3. Dezember 2015 Stefan Watzinger

Blogger Relations vs. Blog Marketing

...oder doch Influencer Relations?

influencer marketingKaum ein Marketeer hat noch nicht mitbekommen, dass Blogger irgendwie wichtig sind, wenn es darum geht, ein positives Image rund um Produkte, Dienstleistunge oder Unternehmen aufzubauen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Blogger sind Multiplikatoren, deren Schreibe inzwischen nicht nur im Social Web wahrgenommen wird, sondern immer wieder auch Impulsgeber für Berichterstattung in klassischen Medien sind. Blogger sind extrem gut vernetzt – nicht nur weil Blogger Blogger lesen – und bauen ihr Netzwerk kontinuierlich aus. Und nicht zuletzt hat sich herumgesprochen, dass sie gerne gegen Zahlung von Honorar auch mal „wohlwollend“ Generated Content verfassen. Entsprechend wollen immer mehr Unternehmen Präsenz in Blogs aufbauen – und da sind wir als Agentur gefragt. 

Blogger Relations vs. Blog Marketing 

In der Zusammenarbeit mit Bloggern gibt es ganz unterschiedliche Kooperations-Ansätze. Vom Content-Seeding bis hin zum Produkt-Test – und ja, es soll immer noch Unternehmen geben, die ohne Sinn und Verstand Banner-Werbung in Blogs schalten. Aber: Ist die Distribution von Test-Samples und die Platzierung von Content gegen Bezahlung bereits „Blogger Relations“? Eher nein, es sei denn man nutzt diese Vorgehensweise als Möglichkeit der ersten Kontaktaufnahme mit Blogs. Unter Blogger Relations hingegen verstehen wir den Aufbau von langfristig angelegten, persönlichen Beziehungen mit Bloggern. Der Aufbau ist vergleichbar mit dem eines klassischen Journalisten-Netzwerks – und die Maßnahmen reichen vom Blogger-Event bis zum Face-to-Face-Gespräch mit Blogger und Kunde. Alles mit dem Ziel, ein belastbares Beziehungsnetzwerk aufzubauen.

Beim Blog Marketing setzen wir auch auf Blogvermarkter wie z.B. Hallimash, Blogfoster & Co. – dabei geht es uns jedoch meist um eine zeitgesteuerte, maximale Reichweite z.B. für Marken-Kampagnen – natürlich ohne dabei Qualitäts-Einbußen hinzunehmen. Dies dann auf Basis von sehr exakt definierten, inhaltlichen Anforderungen für die jeweiligen Blog-Beiträge – bis hin zur Vorgabe, welche Schlagworte verwendet werden sollen (SEO!) und wie genau das Unternehmen/Produkt einzubinden ist.

Bei der Auswahl der Herangehensweise an das Thema „Blogs“ gilt es, sehr genau auf die Zielstellung zu achten. Wird kurzfristig in einem klar definierten Zeitraum Traffic und Reichweite benötigt, ist Blog Marketing geeignet. Geht es jedoch darum, nachhaltige Kontakte mit Bloggern aufzubauen und einen kontinuierlichem Austausch und Dialog zu pflegen, haben wir bislang immer von Blogger Relations geredet.

…oder doch Influencer Relations? 

Inzwischen steht jedoch der Begriff „Blogger Relations“ auf dem Prüfstand: Abgesehen davon, dass viele Blogger eben auch über Netzwerke auf Facebook, Google+, Instagram und Co. verfügen und die Reduzierung auf „Blogs“ einfach nicht mehr zeitgemäß ist – denn gerade in der digitalen Welt dreht sich vieles (eigentlich alles) um Netzwerke, um vernetztes Denken. Je nach Zielgruppe macht es dabei Sinn, über ganz unterschiedliche digitale Plattformen zu kommunizieren. Grob gesprochen: Will man jüngere Zielgruppen erreichen machen Kooperationen mit YouTubern ebenso Sinn, geht man eher auf visuelles Storytelling ist u.a. Instagram das Medium der Stunde. Im Mittelpunkt steht dabei immer das große Buzzword „Relevanz“ – Relevanz des Mediums für die Zielgruppen, Relevanz des zu platzierenden Contents und der von uns entwickelten Stories für die Blogger und ihre Leserschaft vice versa (Siehe auch: Eine Story und 1.000 Arten sie zu erzählen). Mit „Influencer Relations“ fassen wir entsprechend alle Influencer vom Blogger, Facebooker oder Instagramer, Youtuber etc. unter einem übergreifenden Wording zusammen – nicht, um ebenfalls in das Wording-Bullshit-Bingo einzusteigen, sondern um unsere Denke in Bezug auf die digitalen Meinungsbildner deutlich zu machen. Weg vom Denken in Silos, in Kommunikationskanälen oder in Tools – hin zum ganzheitlichen Storytelling und Content Marketing.

Getagged mit , ,

About the Author

Stefan Watzinger
Stefan Watzinger Stefan Watzinger studierte Biologie an der Universität Heidelberg und wagte nach seinem Diplom den Quereinstieg in die Bereiche Kommunikation und Marketing. Seit 2009 ist er als PR-Berater bei der impact Agentur für Kommunikation GmbH tätig. Als Senior-Berater leitet er dort die Bereiche Neugeschäft, Konzeption und Social Media.

Kommentar (1)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.