Sharing und Embedding – wer darf was?

Der Bundesgerichtshof spricht sich in einem Urteil zum Urheberrecht für das Teilen von Inhalten aus

urheberrechtWem gehört mein Post? Na, mir natürlich! Dir auch? Allen anderen auch?! Willkommen zum Thema „Urheberrecht im Netz“! In sozialen Netzwerken ist es gang und gäbe, Inhalte anderer Personen oder Seiten zu teilen sowie Inhalte anderer Plattformen auf seiner eigenen Wall oder seinem eigenen Profil zu embedden (zu deutsch: einzubetten). Gehen Inhalte durchs Netz, so ist oft irgendwann für den Betrachter nicht mehr klar erkennbar, von wem sie ursprünglich stammen. Was sich möglicherweise nach einer Verletzung des Urheberrechts anhört, ist nun offiziell erlaubte Praxis: In einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 9. Juli 2015 wird festgestellt,

„dass der Betreiber einer Internetseite keine Urheberrechtsverletzung begeht, wenn er urheberrechtlich geschützte Inhalte, die auf einer anderen Internetseite mit Zustimmung des Rechtsinhabers für alle Internetnutzer zugänglich sind, im Wege des „Framing“ in seine eigene Internetseite einbindet.“ (BGH 09.07.2015) (Anmerkung: Selbiges gilt für Social Media)

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5 Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Pre-Roll-Ads auf Youtube

...erläutert an einer Video-Ad zum Film Madagascar 3

pre-roll-ads auf youtubePre-Roll-Ads auf YouTube nerven. Meistens jedenfalls. Sei es, weil sie aufgrund von Reichweitenmaximierung und den dadurch resultierenden Streuverlusten gar nicht zu meinen Produkt- und Markenvorlieben passen – oder weil sie schlichtweg nicht gezielt auf die Bedürfnisse des Distributionskanals YouTube zugeschnitten sind. Vielmehr ist ein Großteil der Werbe-Clips auf YouTube nichts anderes als adaptiertes, zusammengeschnittenes oder im schlimmsten Fall gar unverändertes TV-Material. Entsprechend oft klicke ich auf den „Skip“-Button oder hoffe, dass ein Reload mich ohne Pre-Roll-Ad auf das Video kommen lässt, das ich eigentlich sehen wollte.

Doch was sind die tatsächlichen Erfolgsfaktoren für Pre-Roll-Ads? Wie schafft man es, dass der Zuschauer „bei der Stange“ bleibt und im Idealfall noch meinen Call-to-Action-Button drückt? Ist Klicki-Bunti der Weg? Oder geht es auch anders? Wir haben 5 Erfolgsfaktoren gesammelt und präsentieren diese anhand einer Ad zu Madascar 3 als (humorvollen) Best-Practice-Case! Weiterlesen

Ein Plädoyer für mehr sprachliche Varianz und Kopfkino in PR-Texten

Wenn Information-Overkill auf Goethe trifft – oder so Ähnlich

KopfkinoGerade in Kommunikationsberufen sind wir darauf getrimmt, ständig das Tages- und Branchengeschehen im Auge zu behalten. Also lesen – nein, scannen wir Fachartikel, Tageszeitungsberichte, Online-Nachrichtendienste, OTS-Meldungen auf der Suche nach Themen, die für unsere Kunden/Zielgruppen relevant sind oder werden könnten. Viel Interessantes ist meist nicht dabei.

Vor Kurzem bin ich dann einmal wieder dazu gekommen, mit Muße ein Buch zu lesen. Kein Sachbuch, Fachmagazin oder Pressemeldung, sondern ein Buch eines jungen Autoren mit „poetischer Kraft“, so die Rezension auf der Rückseite: Julian Heun, Strawberry Fields Berlin. Zugegeben, manche Passagen waren etwas drüber, zu gewollt metaphorisch. Aber es hat mir wieder bewusst gemacht, wie viel Kraft Sprache haben kann, wie vielseitig sie ist und wie wunderbar man damit Bilder erzeugen kann und darum geht es schließlich im Youtube Zeitalter. Auch, oder eben weil sie jeder im Kopf bildet, sind sie so eindrucksvoll. Man bekommt sie nicht vorgekaut, sondern kreiert sie selbst. Wird zum Regisseur seines eigenen Kopfkinos. Weiterlesen

Deutsche Post: Vogel-Strauß-Taktik in der Krise

Oder: Es wird schon vorbeigehen!

220px-Lustige_Naturgeschichte_oder_Zoologia_comica_62In der Krise gibt es eine ganze Reihe von Reaktionsmustern. Manche Unternehmen brechen in Panik und Aktionismus aus, die Kommunikations-Chefs von KMUs werden zum Teil extrem dünnhäutig oder gar ausfällig wenn es Kritik hagelt – und manch eine Social Media-Abteilung denkt sich in der Krise „Kopf in den Sand“. Frei nach dem Motto „Lass es bitte schnell vorbeigehen“.

Derzeit erlebt man auf der Facebook-Seite der Deutschen Post ein Musterbeispiel von Vogel-Strauß-Kommunikation. Obwohl es vor dem Hintergrund des ver.di-Streiks massiv Kritik und Anfragen hagelt, beschränkt man sich auf das zeitgesteuerte Veröffentlichen von „schönen Posts“. Kaum verwunderlich, dass die Reaktionen selbst auf Posts mit positiver Ausrichtung wie z.B. eine Gratulation an das DFB-Frauenteam zum Überstehen der Gruppenphase oder ein Geburtstagspost für das Portal Postcrossing mit hunderten oder gar tausenden von Negativ-Kommentaren bedacht werden. Ein Entschuldigungspost mit Bitte um Nachsicht für die lange Bearbeitungszeit bringt da auch nicht wirklich viel – erst recht wenn im letzten Monat rund 42% der Fananfragen unbeantwortet blieben.

Quelle: Fanpagekarma - Zeitraum: 24.06. -24.07.

Quelle: Fanpagekarma – Zeitraum: 24.06. -24.07.

Bleibt nur zu hoffen, dass man mit dem Ende des Streiks das „echte“ Community Management wieder aufnimmt und die zahllosen Anfragen konsequent aufarbeitet. Als Agentur, die es gewohnt ist in der Krise auch als „Feuerwehrmann“ einzuspringen, können wir aus Erfahrung sagen: Manchmal ist es besser, wenn man sich frühzeitig (externe) Hilfe ins Boot holt, bevor eine Krise – egal ob in Social Media oder in klassischen Medien – komplett eskaliert.

Bild: Adolf Oberländer – Public Domain

#Interne Kommunikation 4.0 – Teil 1: Hat die Mitarbeiterzeitung Zukunft?

Intranet, Newsletter, Videos – die Mitarbeiterzeitung behält laut Studien trotzdem ihre zentrale Funktion zu Vermittlung von Unternehmenskultur
Die Studie "Die Zukunft der Mitarbeiterzeitung 2015" wurde von der School for Communication and Management und von Kuhn, Kammann & Kuhn durchgeführt

Die Studie „Die Zukunft der Mitarbeiterzeitung 2015“ wurde von der School for Communication and Management und von Kuhn, Kammann & Kuhn durchgeführt

Die Klaviatur der Medien wächst täglich – daran bedient sich auch die interne Kommunikation. Die gedruckte Mitarbeiterzeitung ist längst nicht mehr das einzige Instrument, über das Mitarbeiter informiert werden. Multichannel-Publishing ist Alltag. So auch bei einem unserer Kunden. Wir unterstützen hierbei, die vielfältigen Kanäle zu bespielen: Mitarbeiterzeitung, Kommunikationsplattform im Intranet mit Video-, Audiobeiträgen und Kommentarfunktionen, Mitarbeiter-TV, SMS auf Diensthandys und Plakate an den schwarzen Info-Brettern der Niederlassungen.

Hat die klassische Mitarbeiterzeitung bei so viel Konkurrenz überhaupt noch eine Zukunft? Unternehmen befinden sich mitten im Digitalisierungsprozess, die Vernetzung durch die Technik wird immer feinmaschiger – was wird da aus der „guten alten“ Printversion? Ist sie überhaupt noch erwünscht? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine aktuelle Studie  von SCM und Kuhn, Kammann & Kuhn unter 172 Unternehmensvertretern – und kommt zu einem eindeutigen Fazit: Weiterlesen

Sonnige Aussichten: Vertrauen der Deutschen in Tourismusbranche ist hoch (GPRA-Vertrauensindex)

GPRA-Vertrauensindex auf 15 Branchen erweitert - Maschinenbau top, Finanzbranche flop

gpra-vertrauensindex-logo1Berlin, 9. Juli 2015 – Sommerzeit ist Reisezeit. Doch politische wie wirtschaftliche Krisen in beliebten Urlaubsländern wie Tunesien, Ägypten und Griechenland dominieren derzeit die mediale Agenda. Die Deutschen lassen sich davon jedoch nicht verunsichern, wie der aktuelle GPRA-Vertrauensindex beweist. Demnach schneidet die Gesamtbranche „Gastgewerbe und Touristik“ bestens ab und liegt im Vertrauensranking nach dem Maschinenbau auf Platz 2 aller 15 erhobenen Branchen. Von diesen Ergebnissen kann die Finanzbranche als Schlusslicht der Branchenrangliste nur träumen, was zeigt: Einmal verlorenes Vertrauen lässt sich so schnell nicht zurückgewinnen. Weiterlesen

Über der Bahn weht ein Shitstorm – und es geht nicht um Klimaanlagen

Warum Fingerspitzengefühl in der Krisenkommunikation so wichtig ist
Screenshot: facebook.com/dbbahn

Screenshot: facebook.com/dbbahn

Wenn ein Beitrag auf der Seite eines Unternehmens über 5.000 Mal geteilt und von rund 82.000 Menschen geliked wurde, so dass er auch von Online-Medien aufgegriffen wird, ist der Shitstorm mal wieder aufgezogen. An und für sich ist das ein Phänomen, das größere Konzerne immer wieder betrifft und normalerweise keine Langzeitfolgen hat. Doch die Wirkung ist, zumindest für ein paar Tage, in den sozialen Medien groß. Vor wenigen Tagen hat es – mal wieder – die Bahn getroffen. Ein Beispiel dafür, wie anspruchsvoll eine gute Krisenkommunikation in sozialen Netzwerken ist.

Diesen Beitrag postete die Userin Anke Hargaßer auf die Facebook Seite der DB:

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Design Thinking – Auf der Suche nach der Story

Ein Ansatz in der Ideen-Findung

design-thinkingStorytelling betreiben, relevanten Content produzieren und einfach gute Ideen entwickeln, das sind Aufgaben, die wir als PR-Berater für uns beanspruchen. Oft ist schon von Kundenseite von vorneherein klar, wo es hingehen kann und sollte. Das ist auch gut so, denn gelernte Prozesse haben den großen Vorteil, dass sie eben bekannt sind und die Erwartungen an Invest, Output und Risiko gut einschätzbar sind. Manchmal ist es aber auch anders und wir bekommen die Chance, innovative Ideen zu entwickeln und aus gewohnten Mustern auszubrechen. Aktuell sind die Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen und die Zielgruppe zu erreichen vielfältig wie nie! Mit Instagram Twitter, Facebook & Co. stehen uns Plattformen zur Verfügung, über die wir unkompliziert und effizient kommunizieren können. Umso mehr ist Relevanz gefragt, eine mittelklassige Kampagne geht in der Masse gnadenlos unter.

Kreative Problemlösung mit System
Wie entwickelt man also neue und vor allem relevante Ideen? Ein Ansatz ist die Methode des Design Thinking, die ich hier kurz vorstellen möchte. Weiterlesen

Was eine optimale Meta-Description ausmacht

...und wie man sie via Wordpress einbaut

5388229335_69387cfc0dDie Zeiten, in denen Meta-Keywords der „heilige Gral“ in der Suchmaschinenoptimierung waren sind – zum Glück – vorbei. Google’s Algorithmus ist immer stärker in der Lage, tatsächlich relevante Inhalte zu identifizieren und reine Keyword-Wüsten gezielt zu ignorieren. Oft stellt sich dann die Frage: Was kann ich – mal ganz abgesehen von „gutem“ Content – so tun, um eine Seite bei Google ein wenig zu pushen?

Einer der simpelsten Ansätze ist, die Beschreibung der Seite im Rahmen der Meta-Tags zu optimieren.

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