27. Februar 2015 Esther Packullat

Danke Google! SEO goes Mehrwert – Inhalte sind Trumpf!

Und warum in seltenen Fällen kompliziert besser sein kann

Logo_Google_2013_Official.svgVor einigen Jahren hat man noch viel Zeit damit verbracht Kunden zu erklären, was denn SEO überhaupt ist und warum Suchmaschinenoptimierung so wichtig ist. Das ist heute meist nicht mehr nötig, dafür gibt es andere Herausforderungen im Bezug auf den Google PageRank: Zum Beispiel die Frage „Wie viel SEO ist gut für einen Text oder eine Website? Was hat sich verändert?“
Dazu muss man die Entwicklungen der Suchmaschinenoptimierung mal kurz umreißen.

Zu Beginn bestand SEO hauptsächlich aus zwei Teildisziplinen:
– Onpage-Optimierungen, also alle inhaltsseitigen Anpassungen der eigenen Internetseite und
– Offpage, was hauptsächlich Linkbuilding mit anderen Seiten beschreibt.

Das ist heute auch noch so, aber in ganz anderer Ausprägung.

Mehr zu den wichtigsten SEO-Faktoren im Überblick, gibt es auch hier auf unserem Blog.

Wer seine Schlagworte gut wählte, seine Website technisch mit kleinen Kniffen gut sichtbar für Google machte und zusätzlich noch einen Haufen Links generierte, der konnte noch bis vor gut drei Jahren relativ einfach und schnell sein Google-Ranking optimieren. Weil es eben noch so vergleichsweise simpel war, entstanden dabei aber u.a. auch sinnlose SEO-Texte, die Keywords aneinanderreihten, und userunfreundliche Linkstrukturen, die nur aus SEO-Sicht Sinn machten.

Der Kampf um die Schreibkunst
Für Storytelling- und Schreibstil-Fetischisten ein Albtraum: Du schreibst einen stilistisch und inhaltlich nahezu perfekten Text, schmückst ihn mit Wortspielen und einfallsreichen Synonymen aus, um Wortwiederholungen zu vermeiden, beginnst mit einer neugierig machenden Überschrift und gibst dir richtig viel Mühe mit dem Spannungsbogen. Und dann kommt der SEO-Experte daher und zerstört dein Kunstwerk: Wortwiederholungen wegen der wichtigen Keywords wieder rein, Überschrift ohne richtiges Schlagwort geht gar nicht und überhaupt, rhetorische Stilmittel kann Google sowieso nicht erkennen. Raus damit, so haben wir mehr Platz für noch mehr relevante Schlagworte.Content

Ganz so plakativ und simpel ist der Kampf um die Schönheit von Online-Texten im PR-Alltag natürlich nicht gewesen, aber gefühlt war es für die Schreiberlinge unter uns immer ein kleines Verteidigen der eigenen Kunst.
In den letzten Jahren macht Google dieses kleine Battle immer einfacher, denn die Suchmaschine setzt mehr auf „echte Inhalte“ und „Userfreundlichkeit“. Der höchst ausgefeilte Algorithmus honoriert mehr denn je auch guten Content. Außerdem ist Linkbuilding schwieriger geworden. Das Bauen von unnatürlichen Linkstrukturen wird teilweise sogar abgestraft. So hat sich nicht nur der Inhalt an sich zum wichtigen Rankingfaktor entwickelt, sondern auch die Usability. Im Fokus steht die Frage: Stelle ich den Nutzer zufrieden mit dem, was und wie ich es präsentiere?

Und um das schon inflationär gewordene Buzz-Word „Content-Marketing“ zu erwähnen – auch dieser Trendbegriff basiert mitunter auf den Veränderungen in der SEO-Szene. Was den Lesern gefällt, das gefällt auch Google. So geht es immer stärker um die Kommunikation mit der Leserschaft – sei es auf der eigenen Website oder dem Blog, in den Social Media Kanälen oder beim Erstellen von Texten für journalistische Online-Medien. Dafür muss ich meine Zielgruppe natürlich umso besser kennen, zuhören und beobachten. Das ist meistens ein Lernprozess, der viel mit Ausprobieren und etwas mit Risiko zu tun hat, aber weitaus mehr Spaß macht als Keywords aneinanderzureihen oder gar Traffic zu kaufen.

Also, danke Google, dass Du es so kompliziert gemacht hast! Es lebe der Mehrwert für den User!


Übrigens: Auch dieser Blog-Beitrag ist irgendwie SEO-optimiert 😉


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