15. August 2014 Felix Grafen

SEO hilft, Google entscheidet

So funktioniert das Suchmaschinen-Ranking des Internetkonzerns (in etwa...)

Über 90% der Suchanfragen im Internet laufen in Deutschland mittlerweile über die Google-Suche ab. Auch in der restlichen Welt besitzt der Internetkonzern den höchsten Marktanteil. Wer also in der weiten Welt des Internets gefunden werden will, muss wissen, was Google will.

Kenntnisse in SEO, ausgeschrieben Search Engine Optimization, sind deshalb für Seitenbetreiber essentiell. Die Suchmaschinenoptimierung einer Seite entscheidet heutzutage über Erfolg oder Misserfolg. Und somit Google.

Google gibt Faktoren nicht offiziell preis

Den Algorithmus, der der Google-Suche zugrunde liegt,komplett zu entschlüsseln wird niemals möglich sein. Dafür ist er zu dynamisch, komplex, in ständiger Anpassung an das, was derzeit gesucht wird. Wenn man aber zumindest teilweise weiß, was diesen Algorithmus ausmacht, ist die Chance, in der Suche besser geranked zu werden, definitiv höher.

Google hat nun offen gelegt, über 200 Kriterien zu verwenden, die für das Suchmaschinen-Ranking von Internet-Seiten verantwortlich sind. Genau benannt hat der Konzern die Kategorien nicht. Die beiden Blogs „Entrepreneur“ und „Backlinko“ haben dennoch versucht, dies in einer Infografik aufzubereiten.

Die inoffizielle Liste von Entrepreneur.com zeigt eine Auswahl von 200 Ranking-Faktoren.

Die inoffizielle Liste von Entrepreneur.com zeigt eine Auswahl von 200 Ranking-Faktoren.

Die wichtigsten Faktoren im Überblick

Wir wollen hier nur auf einige interessante Kriterien eingehen.

  • Domain

Seiten, deren URL mit einem Keyword startet, haben gegenüber anderen Seiten, deren Keyword nicht oder an einer unprominenteren Stelle der URL steht, einen (kleinen) Vorteil.

  • Page-Level

Eine Seite wird erst mit gutem Content mit Leben gefüllt. Gerade hier sollte man darauf achten, SEO optimal zu nutzen. Das Keyword eines Artikels sollte in allen relevanten Bereichen auftauchen, das heißt im title tag, description tag, in der Überschrift, Zwischenüberschriften und in den jeweiligen Absätzen. Wichtig sind vor allem die ersten 100 Wörter eines Textes. Es geht natürlich auch um die sprachliche Qualität. Korrekter Ausdruck und Grammatik, nützliche Bilder, Videos oder Grafiken und auch ein leserfreundliches Layout sind Kriterien, die Google positiv registriert.

  • Site Level

Seiten mit einer guten und einfachen Struktur machen Content leichter auffindbar. Das belohnt Google. Deshalb sollte man immer auf Mehrwert für den Leser und Einzigartigkeit bedacht sein. Regelmäßige Updates sind ebenfalls wichtig, Google achtet auf „Frische“ der Seiten.

  • Backlinks

Die Anzahl an „Referring Domains“, also der Seiten über die ein User auf der eigenen Seite landet, sind einer der wichtigsten Faktoren für das Ranking. Auch die Verlinkung anderer Seiten gehören zu den Bausteinen des Rankings. Frei nach dem Motto: Experten verlinken Experten!

  • User Interaction

Guter Content will gelesen werden. Deshalb spielt auch der Traffic auf einer Seite eine große Rolle. Woher kommt der Traffic, kommen die Besucher wieder oder wird die Seite im Chrome-Browser gebookmarked? Auch die Zeit, die User auf einer Seite verbringen und deren Interaktion, zum Beispiel in Form von Kommentaren, fließt in die Bewertung von Google mit ein.

  • Social Signals

Teilen, teilen und nochmals teilen. Soziale Netzwerke als Verbreitungsinstrument sind nicht mehr wegzudenken. Ein +1 bei Google+ kann äußerst relevant für das Ranking sein – auch wenn das soziale Netzwerk nicht so häufig genutzt wird wie zum Beispiel Facebook oder Twitter.

Dies ist, wie bereits beschrieben, nur eine kleine Zusammenfassung einiger Kern-Faktoren, die Google für seine Suchmaschine nutzt. Gerade für Betreiber kleinerer Seiten bleibt es eine Herausforderung, sich den Aufgaben im Bereich SEO und SEM zu stellen. Eine genau Erfolgsformel kann aus den verschiedenen Faktoren nicht abgeleitet werden. Das bringt für den Seitenbetreiber umso mehr die Aufgabe mit sich, auf langfristige Sicht zu auszuprobieren, zu beobachten und zu lernen. Auch die Inanspruchnahme von professioneller Hilfe im so komplexen Bereich SEO, macht Sinn.

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About the Author

Felix Grafen
Felix Grafen Felix Grafen studierte Publizistik, Anglistik und Politikwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Nach mehreren Erfahrungen im Online-Journalismus unterstützt er seit Mai 2014 den Bereich Online und Social Media bei impact.

Kommentare (5)

  1. Die Spekulationen bzgl. Rankingfaktoren sind trotzdem immer wieder amüsant. Mal sagt man dass Links tot sind, dann gehören sie wieder zu den wichtigsten Rankingfaktoren. Mal sagt man dass Social Signals so mega toll sind (noch vor Google+), jetzt, wo angeblich Google+ eingestellt werden soll kann man sich das wieder nicht vorstellen. Ich habe das Gefühl dass der Algo sich seit Jahren kaum verändert hat und Google einfach nur von der Unruhe die jedes Mal durch sämtliche Kanäle und SEOs geht wenn es mal ein paar Abstrafungen oder Anmahnungen in den Google Webmastertools gibt. Wenn sich jeder auf eine saubere, fehlerfreie Onpage / Webseite konzentriert und sich um natürliches Linkbuilding kümmert, braucht man sich keine Sorgen über irgendwelche „neuen“ Algoänderungen kümmern.

    • Felix Grafen
      Felix Grafen

      Hallo Florian,

      ja, mehr als Spekulation bleibt uns überwiegend nicht übrig. 😉 Deshalb ist es umso wichtiger als Seitenbetreiber zu lernen, beobachten und daraus seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Mit dem Linkbuilding stimme ich dir absolut zu!

      VG,
      Felix

  2. Moin Felix, an sich ein guter Artikel und in den meisten Punkten stimme ich auch zu. Allerdings würde ich in ein paar Sachen widersprechen: Keyword-Domains haben faktischen KEINEN Vorteil mehr. Bei der kürzlich beendenten Keyword-Challenge „Xovilichter“ wurde das eindeutig bewiesen. Google ging sogar soweit und strafte die Keyword-Domains fast vollständig ab.

    Auch Social Media hat nur ein sehr sehr kleinen Einfluss – Facebook selbst gleich gar keinen, das habe ich hier einmal näher beschrieben: http://ronny-marx.de/xovilichter/facebook-nutzlos-fuer-google-seo/

    Auch toller Content ist nur bedingt entscheidend. Auch hier konnte man in der Keyword-Challenge beweisen, dass selbst komplett sinnfreie Texte, die platt durch den Translater gejagt wurden, trotzdem funktionieren. Google ist mit seiner Semantik-Erkennung längst nicht so weit, wie sie es gern hätten oder behaupten.

    The one and only winner: Backlinks. Leider ist es noch immer so, dass die richtigen Linkquellen entscheiden. Links mit einem guten Trust und den richtigen Ankertexten entscheiden das Ranking. Onpage ist zwar nett, aber leider noch immer viel zu schwach.

    VG,
    Ronny

    • Felix Grafen
      Felix Grafen

      Hallo Ronny,

      danke für dein interessantes Feedback!

      Ich sehe es auch so. Backlinks sind einer der wichtigsten Faktoren. Wie im Text beschrieben werden die Ranking-Faktoren allerdings von Google nie komplett preisgegeben werden. Insofern ist es wichtig, dass man auch andere Faktoren in Betracht zieht, beobachtet, lernt und damit das Ranking der eigenen Seite verbessert.

      VG,
      Felix

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