Story-Bumping – wenn Facebook bestimmt, was „wichtig“ ist

Newsfeed als Chronik versus veraltete Statusmeldungen

Gefühlt zeigt Facebook seinen Usern, was es will. Auffällig ist vor allem, wie oft man im News-Feed veraltete Posts seiner Freunde angezeigt bekommt – und nicht nur aktuelle Beiträge. Dabei kann es so einfach sein – wie man bei Twitter sieht: Dort werden alle Tweets chronologisch angezeigt. Klar: Facebook ist kein Microblogging-Dienst wie Twitter, in dem die User über das aktuelle Weltgeschehen in kurzen Beiträgen informieren. Dennoch stellt sich die Frage: Warum zeigt uns Facebook veraltete Statusmeldungen? Weiterlesen

Customer Relationship Management von Hotels – Ein Best – und ein Worst Practice Case

Oder: Zwischen Neukundengewinnung/Bestandskundenpflege und "Wie verjage ich Gäste?"

Die Hotellerie-Branche lebt – wie kaum ein andere – von positiven Empfehlungen und Bewertungen. Kaum verwunderlich, dass mittlerweile fast alle Hotels – egal ob groß oder klein – im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles dafür tun, dass der Kunde sich wohl fühlt. Von der Buchung bis zur Abreise – und CRMgegebenenfalls auch noch danach. Der Begriff Customer Relationship Management bezeichnet dabei alle Maßnahmen, die dazu dienen, Kunden zu binden und neue Kunden zu gewinnen – dies auf Basis einer systematischen Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse. Das Spektrum von CRM-Maßnahmen reicht dabei von Service-Leistungen, der Gewährung von Sonderkonditionen und Rabatten, regelmäßiger Informationen über Neuheiten, aber auch zielgerichteter Öffentlichkeits- und Pressearbeit.

Wie unterschiedlich Hotels sogar in der heutigen Zeit agieren, zeigen eindrucksvoll unsere zwei Cases: Auf der einen Seite Ritz Carlton mit „Joshie“ als Best Practice Case – und auf der anderen Seite das Union Street Guest House in Hudson, New York als Worst Practice Case.

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Das Internet-Phänomen „Ice Bucket Challenge“

Oder: Warum sich Promis freiwillig mit Eiswasser überschütten und dabei filmen

Justin Timberlake hat es getan – Mark Zuckerberg ebenfalls – und sogar Bill Gates: Sie sind dem Internet-Trend gefolgt und haben sich selbst einen Eimer Eiswasser über den Kopf geschüttet. Grund hierfür ist die „Ice Bucket Challenge„, die sich über soziale Netzwerke schneeballartig weiterverbreitet.

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Wie die Stiftung Warentest im „Fall Mineralwasser“ Testergebnisse aufbauscht

Oder: Verbraucherverunsicherung statt Verbraucherschutz?

Die Stiftung Warentest genießt bei Verbrauchern hohes Ansehen: 81 Prozent der Deutschen hatten im Juli laut einer Erhebung des PR-Verbandes GPRA sehr großes oder großes Vertrauen in die Stiftung Warentest – mehr als in jede andere Verbraucherschutzorganisation.

GPRA-Vertrauensindex: Stiftung Warentest auf Platz 1

GPRA-Vertrauensindex: Stiftung Warentest auf Platz 1

Allerdings ist die Stiftung Warentest in erster Linie ein Medienunternehmen, das von den Erlösen seiner Hefte und der Website lebt. Umso weniger verwundert es, dass die Warentester gerne mal Probleme schaffen und aufbauschen, die mitunter gar nicht existieren. Denn schlagzeilenträchtige Testurteile erzeugen Aufmerksamkeit und sorgen für die gewünschte Auflage… Weiterlesen

SEO hilft, Google entscheidet

So funktioniert das Suchmaschinen-Ranking des Internetkonzerns (in etwa...)

Über 90% der Suchanfragen im Internet laufen in Deutschland mittlerweile über die Google-Suche ab. Auch in der restlichen Welt besitzt der Internetkonzern den höchsten Marktanteil. Wer also in der weiten Welt des Internets gefunden werden will, muss wissen, was Google will.

Kenntnisse in SEO, ausgeschrieben Search Engine Optimization, sind deshalb für Seitenbetreiber essentiell. Die Suchmaschinenoptimierung einer Seite entscheidet heutzutage über Erfolg oder Misserfolg. Und somit Google.

Google gibt Faktoren nicht offiziell preis

Den Algorithmus, der der Google-Suche zugrunde liegt,komplett zu entschlüsseln wird niemals möglich sein. Dafür ist er zu dynamisch, komplex, in ständiger Anpassung an das, was derzeit gesucht wird. Wenn man aber zumindest teilweise weiß, was diesen Algorithmus ausmacht, ist die Chance, in der Suche besser geranked zu werden, definitiv höher.

Google hat nun offen gelegt, über 200 Kriterien zu verwenden, die für das Suchmaschinen-Ranking von Internet-Seiten verantwortlich sind. Genau benannt hat der Konzern die Kategorien nicht. Die beiden Blogs „Entrepreneur“ und „Backlinko“ haben dennoch versucht, dies in einer Infografik aufzubereiten. Weiterlesen

Neues Geschäftsmodell: Shitstorm-Versicherungen

Wie sich Unternehmen gegen finanzielle Folgen eines Shitstorms absichern wollen

Begabte Pianisten lassen ihre Finger versichern, Sänger ihre Stimmen und Fußballer ihre Beine. An dieser Stelle sollten die beachtlichen Summen auch mal erwähnt werden. Denn wer würde denken, dass Lang Lang seine zehn Finger für etwa 30 Millionen Euro versichert hat und Christiano Ronaldos Beine unglaubliche 206 Millionen Euro wert sind? Das stellt selbst Heidi Klum in den Schatten: Ihr rechtes Bein ist nur schlappe 750.000 Euro wert und das Linke sogar nur 630.000 Euro, da der Gutachter dort eine Narbe entdeckt hat. Was hier nicht vergessen werden darf, ist der wohl am teuersten versicherte Hintern der Welt: Jennifer Lopez soll angeblich 21 Millionen Euro bekommen, falls ihrem besten Stück etwas zustößt!

Shitstorm - jetzt auch im Duden!

Shitstorm – jetzt auch im Duden!

Beruhigend ist es auf jeden Fall zu wissen, dass nichts unmöglich ist und man alles versichern kann, was einem lieb ist. Die Stars versichern zu enormen Preisen das, womit sie ihr Geld verdienen. Denn was wäre Christiano Ronaldo mit nur einem Bein? Seine Karriere wäre beendet und Real Madrid müsste sich nach einem neuen Spielemacher umschauen!

Und was ist den Unternehmen lieb? Neben qualitativ hochwertigen Produkten  und zufriedenen Kunden, natürlich ein gutes Image in den Köpfen der Menschen. Branchenstudien zufolge fürchten sich Unternehmen daher sehr vor Reputationsrisiken. Ist der Ruf eines Unternehmens ruiniert, zieht dies Umsatzeinbußen mit sich und demnach rücklaufende Verkaufszahlen. Dies kann das Unternehmen sogar in den Ruin treiben. Die Künstler und Sportler versichern sich also, damit sie im „worst case“ abgesichert sind, falls sie berufsunfähig werden. Diese Angst teilen nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen. Sie wollen gegen Imageschäden, die durch Shitstorms ausgelöst werden, versichert sein. Gerade in der heutigen digitalen Welt mit Facebook, Twitter & Co. werden Nachrichten in Sekundenschnelle geteilt und an ein großes Publikum verbreitet. Der Ruf eines Unternehmens kann so schnell nachhaltig geschädigt werden. Weiterlesen

#selfie – Ein Affe, eine Kamera und das Urheberrecht

Der Rechtsstreit Wikipedia versus David Slater

Ein Affe schießt ein Selfie – mit der Ausrüstung des Fotografen David Slater. Dieser streitet sich nun mit Wikipedia um das Urheberrecht. Klingt wie ein Sketch aus einem Monty Python-Film, ist aber Realität!

Der Affen-Selfie - Bild: Slater/Wikimedia

Der Affen-Selfie

Was war passiert? 2011 war der Wildlife Photographer David Slater im indonesischen Dschungel unterwegs und lies für einen Moment seine Kamera-Ausrüstung aus den Augen. Ein neugieriger Schopfaffe schnappte sich die Kamera des Fotografen und drückte einige 1000 Male auf den Auslöser. Neben viel Wald entstanden dabei einige Selbstportraits des Affen im besten Selfie-Style. Die Web-Community war begeistert, die Affen-Selfies liefen bei Reddit und den einschlägigen Funseiten rauf und runter. Einige der Fotos fanden ihren Weg zum Internet-Lexikon Wikipedia und werden dort auch in der Mediendatenbank Wikimedia gezeigt.

Nun verlangt der Fotograf David Slater von Wikimedia die Entfernung seiner Bilder. Weiterlesen

impact #Appgefahren: Simple Idee mit großem Erfolg – Mobile App Angry Birds!

Den Erfolgsfaktoren der bunten, dicken Vögel auf der Spur

Der finnische Computerspiele-Hersteller Rovio Entertainment Ltd. hat mit Angry Birds einen vollen Erfolg gelandet. Das Spiel ist so simpel wie sein Name. Die bunten Flugobjekte sind wütend, weil die Schweine ihre Eier geklaut haben. Daher versucht der User diese zurück zu erobern und schießt die bunten Tierchen auf dem Smartphone oder auf dem Computer über den Bildschirm, um die Verstecke der Schweine zu zerstören.

Angry Birds Logo

Etwa 200 Millionen Menschen spielen im Monat mit den wütenden Vögeln.

Seit 2003 entwickelt diese finnische Firma Computerspiele, doch mit Angry Birds gelang ihr 2009 der Durchbruch. Mittlerweile hat das Game so viele Spieler monatlich wie Twitter aktive Nutzer hat. Etwa 200 Millionen Menschen spielen im Monat mit den wütenden Vögeln. Ein Spiel mit Suchtpotential. Angry Birds hat sich als Marke etabliert, die unglaublich schnell gewachsen ist und weltweit einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Die Produktwelt ist um viele neue Angry Birds-Plüschtiere, Kaffeetassen und T-Shirts reicher. Sogar ein Angry Bird Soda-Getränk gibt es mittlerweile. Diverse Merchandise-Artikel sind im Handel erhältlich. In Finnland wurde zudem ein Freizeitpark gebaut, um die Fans rundum in die Welt der bunten Vögel eintauchen zu lassen. Doch wie kann es sein, dass die Marke so schnell gewachsen ist, so erfolgreich wurde und sich gegen so viele andere Spiele am Markt durchsetzen konnte? Weiterlesen

Wenn relevanter Content bunte Bilder verdrängt

Oder: Von Push zu Pull - der grundsätzliche Wandel in der Kommunikation

confusedIn einer immer komplexer werdenden Welt und der nahezu unüberschaubaren Datenmenge im World Wide Web zeichnet sich auch ein massiver Wandel in der Kommunikation ab. Die Zeiten, in denen man Verbraucher mit bunten Werbebildern zu treuen Verwendern machen konnte, sind lange vorbei. Standen früher vor allem Reichweite und Push-Werbung im Mittelpunkt, ist es mittlerweile kaum noch möglich, über Werbespots und Anzeigen Aufmerksamkeit für eine Marke zu schaffen oder diese gar emotional aufzuladen.

Doch wohin geht die Reise? Und was ist heutzutage die Währung für „gute“ Kommunikations- und Marketingarbeit? Um dies zu verstehen lohnt sich ein Rückblick über die vergangenen 60 Jahre Marketing. Weiterlesen

Unternehmenskommunikation: Aldi gibt Verschwiegenheit auf

Drei Indizien für einen neuen Kommunikationsansatz bei Aldi

Logo AldiAldi ist für Journalisten und PR-Berater seit Jahrzehnten ein Mysterium. Die weltweite Nummer 1 der Lebensmittel-Discounter ist ein ökonomischer Riese: mehr als 10.000 Filialen, knapp 50.000 Mitarbeiter, über 50 Milliarden Euro Umsatz. Gleichzeitig ist Aldi bei der Unternehmenskommunikation so verschwiegen, wie kaum ein anderer Konzern: keine Interviews, keine Image-Kampagnen, (fast) keine Geschäftszahlen. Diese Zeiten scheinen nun vorbei. Aldi baut schrittweise die Unternehmenskommunikation aus. Drei Indizien sprechen für einen neuen Kommunikationsansatz beim Discounter. Weiterlesen