Marken-PR: Wie die Marke Lego den Turnaround schaffte

Oder: Warum der Markenkern für die Kommunikation so wichtig ist
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Bildquelle: Lego

2004 ist das Unternehmen Lego fast am Ende: Die Schulden drücken (mehr als 650 Millionen Euro), neun von zehn Produkten machen Verluste und der amerikanische Rivale Mattel setzt zur Übernahme an. Lego bleibt nur ein Ausweg: Zurück zum Markenkern, Profil schärfen und eine Idee für die Marke der Zukunft entwickeln. Mit einem radikalen Umbau der Markenstrategie schafft Lego den Turnaround: Heute sind die Dänen der zweitgrößte Spielwarenhändler der Welt (Gesamtumsatz 2013: 3,4 Milliarden Euro), allein letztes Jahr machte Lego mehr als 800 Millionen Euro Gewinn. Aktuell ist Lego das Best-Practice Beispiel für die Wiederbelebung einer schwächelnden Marke und professionelle Marken-PR. Grund genug, sich die Brand Story von Lego einmal genauer anzusehen.
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Facebook wird mobil – nur die Apps nicht?

Drei Lösungsansätze für Tab-Apps - und ein Ausblick in die Zukunft

Die Smartphone-Nutzung steigt auch in Deutschland weiter an. Mehr als 60% der Deutschen besitzen laut Nielsen bereits ein internetfähiges Handy. Wie sehr der permanente Zugang zum Internet unsere Kommunikation verändert, zeigt auch der vor einem Monat abgewickelte Whats-App-Deal. Auch auf Facebook spiegelt sich dieser Trend wieder: Wie die letzten Quartalszahlen belegen, nutzt jeder fünfte der mehr als 18. Millionen deutschen User Facebook ausschließlich mobil! Tendenz steigend.

Jeder fünfte User nutzt Facebook ausschließlich mobil - Quelle: Statista

Jeder fünfte User nutzt Facebook ausschließlich mobil – Quelle: Statista

Auch in Bezug auf unsere Social Media-Dienstleistungen ergibt sich durch diese Entwicklung konkreter Handlungsbedarf – von den Standards wie das Anpassen von Bildformaten und Optimieren von Texten mal abgesehen. Weiterlesen

„First Kiss“ – kein Kunstprojekt sondern getarnte Werbung

Wie das Viral-Video selbst klassichen Online-Medien den Kopf verdreht

Über 59 Millionen Views hat der dreieinhalb minütige Clip „First Kiss“ seit dem 10. März allein auf YouTube gesammelt.

Im Video sind zehn Paare beim Küssen zu sehen, die sich angeblich gerade erst kennen gelernt haben. Hierbei handelt es sich um ein vermeintliches Kunstprojekt von Tatia Pilieva. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass es sich bei dem Viral-Clip um eine Auftragsarbeit für das Mode-Label WREN handelt. Die „Fremden“ waren Models bzw. Schauspieler, WREN lieferte die Kleidung.

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Der Zauber des ersten Kusses
Quelle: YouTube

Martin von den Blogrebellen formuliert das Ganze noch etwas drastischer: „Wenn Millionen YouTube-Zuschauer glauben, dass sie hier Zeuge eines total süßen Frühlingsgefühle-Kunstevents werden, dann wurden sie verarscht. Es ist Werbung – und das scheint keinem aufgefallen zu sein.“

Ob „getarnte“ Werbung negativ für den Zuschauer ist – oder ob man es als schlimm empfindet, dieser „auf den Leim gegangen zu sein“ ist natürlich Ansichtssache. Viel bedenklicher ist jedoch, dass sich eine ganze Reihe von klassischen Online-Medien mangels gründlicher Recherche unbewusst an der Vermarktung des Clips beteiligt hat. In zahlreichen Beiträgen ist vom Kunstprojekt „First Kiss“ die Rede, das den intimen und emotionalen Moment eines ersten Kusses im Rahmen eines Kurz-Clips eingefangen habe. Weiterlesen

Wie Procter & Gamble (nicht) auf sein „schmutziges Palmöl-Geheimnis“ reagiert

Oder: Ist Aussitzen die richtige Strategie?

Der US-Konzern Procter & Gamble steht in der Kritik der Umweltschützer von Greenpeace. Der Vorwurf: Procter & Gamble soll Palmöl von Lieferanten beziehen, die die Umwelt zerstören und den Lebensraum von Tieren vernichten.

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Quelle: Greenpeace

Zum Hintergrund: Mit 54 Millionen Tonnen (2011) ist Palmöl das am meisten produzierte Pflanzenöl. Etwa jedes zweite Supermarktprodukt enthält Palmöl, weil es sehr kostengünstig und leicht zu verarbeiten ist. Das einzige Problem: Für die riesigen Monokulturen der Ölpalmen wird Regenwald gerodet und mit den Bäumen sterben bedrohte Tiere wie Orang-Utans, Tiger und Nashörner. Dieser Umstand lässt Umweltschützer die letzten Jahre vermehrt Alarm schlagen. Längst ist das Thema bei Unternehmern und Entscheidern der Konsumgüter-Branche angekommen. Viele gehen bereits pro-aktiv vor und haben ihre Produkte auf RSPO-zertifiziertes Palmöl umgestellt. Das Siegel gewährleistet eine ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Herstellung des Rohstoffs. Dass der „Runde Tisch für Nachhaltiges Palmöl“ (RSPO) allerdings von den großen Palmölerzeugern und -verbrauchern gegründet wurde und auch von diesen finanziert wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

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